Ich habe vor ein paar Tagen mein altes Nokia-Klapphandy rausgesucht. Weil ich immer stärker spüre, wie gesättigt, wie unruhig, wie weit weg vom Leben ich mit dem Smartphone oft bin.
Diese Ursprungssehnsucht nach weniger reisst an mir: weniger Apps, weniger Lärm, weniger Dauer-Input. Doch fast zeitgleich mit den schönen Gedanken kam die Skepsis und Angst: schlechte Kamera, kein WhatsApp, Zug-Tickets am Gleis kaufen. Plötzlich fühlte sich „weniger“ nicht mehr romantisch an, sondern wie Arbeit. Viel Arbeit. Und viel Unsicherheit.
In der aktuellen Folge spreche ich genau darüber: Dass Verzicht nicht nur Befreiung ist. Er ist auch Trauer. Das Weniger ist spürbar, und es tut weh. Es ist nicht bloss romantisch, befreiend, belebend. Es ist auch einschränkend und irritierend.
Weil du dich losreißen musst, bevor du schon weißt, wie sich das neue Leben anfühlen wird. Weil unsere Welt 500 Dinge als normal empfindet – und „reduzieren“ sich dadurch oft wie gegen den Strom schwimmen anfühlt.
Ich spreche über diesen Moment, den kaum jemand erzählt: wenn du Dinge weglässt und erst mal Leere kommt. Und warum es am Ende beim Verzicht nicht darum geht, asketisch zu werden, sondern darum, die wenigen Dinge, die bleiben, wirklich lieben zu können.
Auf wunderbaren Verzicht, du schöner Mensch!
xoxo, Anna
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