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Psychisch krank: Warum ich mich nicht mehr dafür schäme
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Psychisch krank: Warum ich mich nicht mehr dafür schäme

Eine persönliche Folge über Scham, Diagnosen – und warum ich glaube, dass viele Symptome eher eine normale Reaktion auf unnormale Bedingungen sind.
person walking on beach during daytime
Photo by Ashley Batz on Unsplash

Diese Folge ist anders als sonst. Keine Tipps, kein „mach das und dann wird’s besser“. Eher ein persönliches Statement.

Ich spreche darüber, warum ich den Ausdruck „psychisch krank“ schwierig finde – nicht weil Diagnosen nutzlos wären (sie sind oft notwendig, auch wegen Therapie und Krankenkasse), sondern weil unser Blick so oft kippt: Die Welt gilt als normal, und der Mensch, der darauf reagiert, gilt als „falsch“.

Dabei ist es doch ziemlich logisch, dass eine Psyche Spuren trägt, wenn sie früh zu wenig Halt hatte, wenn sie sich ständig anpassen musste, wenn sie zu viel allein regulieren muss, wenn sie überlebt in einer zunehmend verrückten Welt, die so gar nicht auf nachhaltiges Leben ausgerichtet ist.

Ich erzähle, warum dieses Narrativ viel Scham in mir erzeugt hat – und warum ich heute bewusst dagegen halte. Mit der Haltung: Du bist nicht komisch, weil du reagierst. Vielleicht sind deine Symptome ein gesundes Signal auf eine kranke Welt, nicht ein Beweis dafür, dass du kaputt bist.

xoxo, Lieblingsmensch.

Anna

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