7 Kommentare
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Avatar von Lysann

Deine Freundin mit dem Schokokuchen – dieser Moment. Ich glaube, in solchen Gesprächen passiert mehr Heilung als in manchen Therapiestunden. Nicht weil jemand eine Antwort hat, sondern weil man endlich laut ausspricht, was man sonst nur im Kopf dreht. Ich beschäftige mich viel damit, solche Räume bewusst zu schaffen. Der "Küchentisch" als Ort der ehrlichsten Gespräche ist unterschätzt.

Avatar von Silver Mary

Ich kenne dieses Gefühl aus meiner früheren Beziehung. Ich glaube im ersten Schritt ist das, was du tust genau richtig. Hinschauen, Reinspüren. Wenn ich weiß, was mir gut tut, was ich brauche und warum, dann kann ich es auch kommunizieren. Ich bin kein Fan davon, dass man aus jeder Beziehung flüchten muss, nur weil der Mensch mit gegenüber nicht all meine Bedürfnisse und Ansprüche erfüllt. Er hat ja auch ein eigenes Leben und wir ein gesellschaftliches Modell, was von einem Partner alles verlangt, was früher eine ganze Gemeinschaft getragen hat. Aber, ich bin schon dafür, dass Bedürfnisse beim Partner landen dürfen und man gemeinsam nach Lösungen schaut. Ein einfaches "mir reicht das so mit der Nähe", wenn es dem anderen eben nicht reicht, ist als Schlusssatz unakzeptabel. "Mir reicht das so und dir nicht, was können wir tun, sodass ich nicht überreizt werde und du die Nähe bekommst, die du brauchst?". Das ist aus meiner Sicht Beziehungsfähigkeit.

Avatar von Kathleen Schwabe

So ein schöner Text & so viele wichtige Fragen. Besonders gefällt mir der Begriff Skin Hunger. Wir tun oft so, als wäre das Bedürfnis nach Körpernähe & Präsenz etwas, das man sich abtrainieren sollte, als wäre Autonomie das höhere Ziel. Dabei ist das Gegenteil der Fall, wir können erst dann wirklich autonom sein, wenn die Bindung sicher genug ist, dass wir loslassen können, ohne zu fallen.

Und der Wunsch nach Körperkontakt (Skin to Skin) ist ein biologisch verankertes Grundbedürfnis.

Avatar von Ronja schreibt

Kann dir nur alle Folgen von Steffi Stahls Podcast zum Thema Bindungsangst empfehen - denn die hat dein Freund. Ich steckte 10 Jahr in so einer Beziehung. War auch immer so happy, wenn wir mal im Urlaub waren und ich ihn nur für mich hatte🙈 Im Nachhinein könnte ich kotzen über diese Dynamik. Mittlerweile habe ich einen bindungsfähigen Freund und bekomme alle Liebe und allen Sex, den ich brauche. Fühle mich endlich wieder wie ich selbst und nicht wie eine ausgedörrte Pflanze oder eine ausgehungerte Straßenkatze🥲

Avatar von Ursula

Liebe Anna - dein Text kommt gerade zur rechten Zeit! Vor zwei Wochen Trennung, viele Fragen, was ging da ab, verschiedene, diametrale Bedürfnisse, x-mal versucht sich nicht zu trennen und am Schluss ging es doch nicht mehr. Dein Text hilft mir mich und meine Ex-Partnerin zu verstehen. Die Buchempfehlung ist gerade das, was ich suchte, weil ich Antworten möchte auf die Muster. Und ja, frau trennte sich auch aus diesem Grund nicht, denn als Lesbe mit bald 60 Jahren ist es nicht so einfach jemanden zu finden.

Avatar von Franka

So ein wichtiger Text, ich erlebe genau das grade bei einer sehr engen Freundin, die nach 19 Jahren ihren eigenen Weg geht, weil sie nicht das bekommt was sie braucht. Ich bin so stolz auf sie, sich der Unsicherheit zu stellen! 🤍 gleichzeitig bekomme ich auch mit, dass viele Frauen so abhängig sind von ihrem Mann und sich deshalb wie gefangen fühlen, weil sie finanziell keine Rücklagen haben, das ist schwierig zu ertragen.

Avatar von Stephanie Wenger

Diese Schmetterlinge im Bauch. Als ich höher, als auf Wolke sieben schwebte. Für mich heute ein Warnsignal. Denn der Fall von Wolke "über sieben", liess mich tief fallen. Die Wolken nahmen mir die Sicht auf die Realität. Grad stehe ich lieber am Boden und sehe den Schmetterlingen zu, die mir Frühlingsgefühle schenken. Frühlingsgefühle, die ich geniesse. Für mich. Meine Tochter. Meiner Familie. Meinen Lieblingsmenschen. Und ich geniesse es grad, wie es ist.

Und akzeptiere die Sehnsucht, nach Nähe, Partnerschaft, Team-Sein.

Oder versuch's.