<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:googleplay="http://www.google.com/schemas/play-podcasts/1.0"><channel><title><![CDATA[Project Happy: Texte]]></title><description><![CDATA[Hier findest du alle 2 Wochen Texte und persönliche Essays über mentale Gesundheit, Liebe und das Leben in digitalen Zeiten. Für ein Leben mit mehr Klarheit, Tiefe und echter Verbindung.]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/s/essays</link><image><url>https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!lO_T!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F69c63b7b-fcaf-4102-97c5-2e9538d2df1c_1280x1280.png</url><title>Project Happy: Texte</title><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/s/essays</link></image><generator>Substack</generator><lastBuildDate>Tue, 16 Jun 2026 14:15:37 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://projecthappy.anna-miller.ch/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><copyright><![CDATA[Anna Miller]]></copyright><language><![CDATA[de]]></language><webMaster><![CDATA[mail@anna-miller.ch]]></webMaster><itunes:owner><itunes:email><![CDATA[mail@anna-miller.ch]]></itunes:email><itunes:name><![CDATA[Anna Miller]]></itunes:name></itunes:owner><itunes:author><![CDATA[Anna Miller]]></itunes:author><googleplay:owner><![CDATA[mail@anna-miller.ch]]></googleplay:owner><googleplay:email><![CDATA[mail@anna-miller.ch]]></googleplay:email><googleplay:author><![CDATA[Anna Miller]]></googleplay:author><itunes:block><![CDATA[Yes]]></itunes:block><item><title><![CDATA[Warum du dieses Video deiner Tochter zeigen solltest]]></title><description><![CDATA[Wir wissen, dass Instagram-Filter l&#252;gen. Und trotzdem f&#252;hlen sich unsere Kinder unwohl in ihrem K&#246;rper. Was Social Media mit dem Selbstwert macht - und ein Video, das du schauen solltest.]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-du-dieses-video-deiner-tochter</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-du-dieses-video-deiner-tochter</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 29 May 2026 06:38:04 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/youtube/w_728,c_limit/_6I34KPrNXQ" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div id="youtube2-_6I34KPrNXQ" class="youtube-wrap" data-attrs="{&quot;videoId&quot;:&quot;_6I34KPrNXQ&quot;,&quot;startTime&quot;:null,&quot;endTime&quot;:null}" data-component-name="Youtube2ToDOM"><div class="youtube-inner"><iframe src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/_6I34KPrNXQ?rel=0&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;enablejsapi=0" frameborder="0" loading="lazy" gesture="media" allow="autoplay; fullscreen" allowautoplay="true" allowfullscreen="true" width="728" height="409"></iframe></div></div><p>Hallo Lieblingsmensch,</p><p>Vielleicht hast du ein Kind. Vielleicht kennst du eine Jugendliche. Vielleicht bist du Lehrerin oder betreust junge Frauen. Vielleicht ist es die Freundin eines Freundes, vielleicht die Partnerin deines Sohns. Egal, wie auch immer es ist: Wir leben in einer Kultur des K&#246;rpers - und der Frage, wie er sein muss, damit wir geliebt werden.</p><p>Und obwohl ich 38 bin, mich als Feministin sehe, obwohl ich mich selten bis nie schminke und schon zum Fr&#252;hst&#252;ck Schnitzelbrot esse, habe ich Dutzende Di&#228;ten hinter mir. Schminktutorials und knappe Hosen, die Angst vor dem Schwimmunterricht, weil ich meine Beine nicht rasiert hatte, die Angst, gemobbt zu werden wegen einer neuen Frisur, der Gedanke, meine Br&#252;ste operieren zu wollen, weil sie nicht gross genug waren oder ich schon mit 20 das Gef&#252;hl hatte, sie h&#228;ngen zu sehr. </p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p>Auf den ersten Blick ist es so einfach, den Kopf zu sch&#252;tteln und zu denken: Mein Gott, haben die denn keine anderen Probleme? Doch ich glaube, keine Frau im westlichen Kontext kennt den Druck nicht, irgendwie reinpassen zu m&#252;ssen, schlank und h&#252;bsch sein zu m&#252;ssen, attraktiv und gesund &#8230;. whatever.</p><h4>Zwei Drittel der M&#228;dchen sind nicht zufrieden mit ihrem K&#246;rper </h4><p>Hinter diesen Erfahrungen stehen l&#228;ngst auch Zahlen. Studien zeigen, dass der Druck auf den weiblichen K&#246;rper kein individuelles Problem ist, sondern ein strukturelles: Weltweit geh&#246;ren Essst&#246;rungen zu den h&#228;ufigsten psychischen Erkrankungen bei jungen Frauen. Auch in der Schweiz entwickeln rund <strong>3&#8211;4 % der Menschen im Laufe ihres Lebens eine Essst&#246;rung</strong>, Frauen deutlich h&#228;ufiger als M&#228;nner. </p><p>Ein F&#252;nftel der Jugendlichen hat ein klar negatives K&#246;rperbild, zwei Drittel der M&#228;dchen sind nicht wirklich zufrieden mit ihrem K&#246;rper. Klar, waren wir in den Neunzigern auch nicht. Und in der &#8220;Girl&#8221; oder &#8220;M&#228;dchen&#8221; oder &#8220;Bravo&#8221; war immer irgendeine, die einen sch&#246;ner geflochtenen Zopf hatte. Doch das ist in der Gr&#246;ssenordnung nicht zu vergleichen mit der heutigen Zeit. </p><p>Der permanente Vergleich mit gefilterten, bearbeiteten und normierten K&#246;rperbildern wirkt dabei wie ein Verst&#228;rker: Junge Menschen wachsen heute in einer Umgebung auf, in der ihr K&#246;rper nicht einfach ein K&#246;rper ist &#8211; sondern st&#228;ndig bewertet, optimiert und sichtbar gemacht wird. Internationale Forschung zeigt, dass <strong>intensive Social-Media-Nutzung mit st&#228;rkerer K&#246;rperunzufriedenheit, mehr Di&#228;tverhalten, depressiven Symptomen und gest&#246;rtem Essverhalten zusammenh&#228;ngt</strong>. </p><div id="youtube2-_6I34KPrNXQ" class="youtube-wrap" data-attrs="{&quot;videoId&quot;:&quot;_6I34KPrNXQ&quot;,&quot;startTime&quot;:null,&quot;endTime&quot;:null}" data-component-name="Youtube2ToDOM"><div class="youtube-inner"><iframe src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/_6I34KPrNXQ?rel=0&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;enablejsapi=0" frameborder="0" loading="lazy" gesture="media" allow="autoplay; fullscreen" allowautoplay="true" allowfullscreen="true" width="728" height="409"></iframe></div></div><p>Das geht uns alle etwas an. Und ich denke, in der Begleitung von jungen Menschen ist es hilfreich und gut, wenn sie Peers h&#246;ren und sehen, die Erlebtes verarbeiten - auf Social Media, zum Beispiel. <a href="https://www.anna-miller.ch/digital-mindful-parenting">Falls du selbst etwas f&#252;r die digitale Balance deiner Kinder tun willst, kannst du dir </a><strong><a href="http://www.anna-miller.ch/masterclass">hier</a></strong><a href="http://www.anna-miller.ch/masterclass"> meine Masterclass anschauen.</a> Denn die H&#246;lle ist auch, wenn man sie gut und nachhaltig f&#252;r sich nutzt, eine grosse Quelle von positivem Wandel.</p><p></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/?utm_source=substack&amp;utm_medium=email&amp;utm_content=share&amp;action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Project Happy teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/?utm_source=substack&amp;utm_medium=email&amp;utm_content=share&amp;action=share"><span>Project Happy teilen</span></a></p><p><br><br>Ich lege dir dieses Dokumentar-Video der Influencerin Alivia D&#8217;Andrea sehr ans Herz. F&#252;r dich selbst, f&#252;rs Verst&#228;ndnis, f&#252;r das gemeinsame Schauen mit deiner Tochter und deinem Sohn. <br><br>Ich hoffe, es hilft. <br><br>xoxo, Lieblingsmensch.</p><p>Anna</p><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="http://www.anna-miller.ch/masterclass">Masterclass</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Wir halten alles zusammen — bis jemand uns hält]]></title><description><![CDATA[Sie sagte, es sei nicht so schlimm, alles okay, lass uns die K&#252;che aufr&#228;umen. Und dann liess sie sich fallen. &#220;ber die vergessene Kunst, f&#252;reinander da zu sein &#8212; ohne Worte, ohne L&#246;sung, einfach da.]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/sei-das-pflaster-fur-deine-welt</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/sei-das-pflaster-fur-deine-welt</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 22 May 2026 05:01:09 GMT</pubDate><enclosure url="https://images.unsplash.com/photo-1511285547760-79b561563b35?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHw3fHx3YXNoaSUyMHRhcGV8ZW58MHx8fHwxNzY4MjkxNzA1fDA&amp;ixlib=rb-4.1.0&amp;q=80&amp;w=1080" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://images.unsplash.com/photo-1511285547760-79b561563b35?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHw3fHx3YXNoaSUyMHRhcGV8ZW58MHx8fHwxNzY4MjkxNzA1fDA&amp;ixlib=rb-4.1.0&amp;q=80&amp;w=1080" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://images.unsplash.com/photo-1511285547760-79b561563b35?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHw3fHx3YXNoaSUyMHRhcGV8ZW58MHx8fHwxNzY4MjkxNzA1fDA&amp;ixlib=rb-4.1.0&amp;q=80&amp;w=1080 424w, https://images.unsplash.com/photo-1511285547760-79b561563b35?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHw3fHx3YXNoaSUyMHRhcGV8ZW58MHx8fHwxNzY4MjkxNzA1fDA&amp;ixlib=rb-4.1.0&amp;q=80&amp;w=1080 848w, 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fetchpriority="high"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" 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Meine Arme legten sich um sie wie die Enden, die man um den Finger wickelt, f&#252;r den Halt. Wir hatten davor Stunden geredet, wir hatten alles M&#246;gliche diskutiert, wir hatten zugeh&#246;rt und gelacht, wir hatten geschwiegen und analysiert. </p><p>Sie hatte zuvor noch ein paar dieser S&#228;tze gesagt, die alle sagen, wenn es ihnen nicht recht ist, dass sie Raum einnehmen, wer will denn schon die Stimmung vermiesen, wer will denn schon zur Last fallen, nein nein, nicht so wichtig, lass uns die K&#252;che aufr&#228;umen, es ist noch so viel zu tun, wir sind doch erwachsen und sowieso, es ist nicht schlimm, nicht so schlimm, schon gut, wir m&#252;ssen weiter, mach dir keine Umst&#228;nde, alles okay, okay?</p><p>Doch ich legte mich um sie wie ein Pflaster, weil ich wusste: Irgendwann kommt der Moment. Irgendwann n&#228;mlich, nach all den Worten und dem Ringen mit sich selbst und der Scham und Angst davor, schwach zu sein und als schwach gesehen zu werden, kippt etwas. Der K&#246;rper wird pl&#246;tzlich weich, weil er weiss, dass der andere bleibt, dass es wirklich in Ordnung ist, dass da Raum ist, der sonst nirgends ist.</p><p>Und so liess sie ihre Schultern fallen, hielt ihren Atmen nicht mehr an, liess sich fallen in meine Arme und in mein Leben und in meine Zeit. Sie liess sich fallen und weinte und wurde ganz m&#252;de, und ihr K&#246;rper sackte in mich hinein, weil er wusste: er wird gehalten.</p><p>Wir Frauen k&#246;nnen alles. Wir lieben und wir caren und wir f&#252;ttern und wir kochen und wir waschen und wir denken. Wir rennen und reden und halten alles zusammen, wir halten uns zusammen und unser Leben und das Leben der anderen und die Liebe halten wir zusammen, wir sprechen Beziehungsprobleme an und wir sorgen uns um unser Kind, wir verhandeln in Gehaltsrunden hart und fragen uns dann trotzdem immer, ob wir es richtig gemacht haben, ob die Welt wirklich so hart ist oder wir bloss zu weich, ob es reicht, wie wir aussehen, warum unsere Beine nicht lang genug sind und unser Atem nicht nach Blumen riecht.</p><p>Es gibt Wunden, die heilen nicht, es gibt Wunden, die heilen nie, es gibt Leben, die nie perfekt sind und es gibt Leben, die viel tragen, und deshalb ist es wichtig, dass wir ab und zu rasten k&#246;nnen, abladen, alles von den Schultern heben und auf den Boden stellen, wenn auch nur kurz.</p><h4>Ich bin dein Pflaster, ich lege mich um dich</h4><p>Dass da jemand ist, der sagt, ich bin dein Pflaster, ich lege mich um dich, mit meiner W&#228;rme und meinem Mitgef&#252;hl. </p><p>Ich bin dein Pflaster, und ich weiss, da drunter, da ist eine Wunde, und vielleicht schliesst sie nie ganz, aber f&#252;r einen Moment ist da ein Pflaster, das die Wunde sch&#252;tzt und dir Freude macht, das Pflaster hat ganz viele kleine Monster drauf, Zauberh&#252;te und Einh&#246;rner, das Pflaster gibt es in den verschiedensten Farben und Formen und Gem&#252;tszust&#228;nden. </p><p>Du kriegst Pflaster f&#252;r Wut, f&#252;r Angst, f&#252;r Sorgen, f&#252;r Liebeskummer, ich habe ganz viele davon, wir k&#246;nnen alles sein. Wir k&#246;nnen alle Pflaster sein, f&#252;r jemanden, manchmal sogar f&#252;r uns selbst.</p><p>Und wer schonmal eine Wunde hatte, und jemanden, der uns ein Pflaster &#252;ber die Wunde klebte, weiss, wie liebevoll dieser Akt ist, wie der Mensch dann niederkniet und ganz vorsichtig ist, wie er behutsam und mit aller Zeit der Welt die Wunde anschaut und den Finger dreht, die Wunde ein bisschen st&#228;rker ans Licht h&#228;lt und schaut, ob sie noch desinfiziert werden muss. </p><p>Wie er die Wunde abtupft und schaut, dass da ja nicht noch mehr Dreck reinkommt, nicht noch mehr Dreck, das Leben ist schon kompliziert genug, da brauchen wir nicht noch mehr Dreck am Finger.</p><h4>Zwischen Wunde und Heilung, zwischen Verletzung und Neubeginn</h4><p>Und wie der Mensch dann nach dem Pflaster fragt, ja, welches Pflaster m&#246;chtest du denn? Das gr&#252;ne? Das blaue? Das mit den Pferden drauf oder das mit dem Glitzer? Und es dann aussucht und aus der Packung nimmt, als w&#228;re es heilig, als k&#246;nnte es den Unterschied machen, zwischen Tag und Nacht, zwischen Wunde und Heilung, zwischen Verletzung und Neubeginn.</p><p>Und dann legt er dieses Pflaster um den Finger, und dabei legt er im Grunde auch Liebe um eine Seele, und pl&#246;tzlich tut es nicht mehr so weh, vielleicht blutet es immernoch, vielleicht muss man das Pflaster bald wieder wechseln, aber f&#252;r einen Moment, diesen Moment, war alles ein bisschen leichter, die Wunde tat weniger weh, der Fokus lag mal kurz woanders, in der Liebe, in der Rettung, im Trost, im Mitgef&#252;hl.</p><p>Es gibt Wunden, die heilen nicht, es gibt Wunden, die heilen nie, das Leben ist nie perfekt und wir tragen viel, wir tragen manchmal so viel, dass wir bersten, dass ein Teil in uns aufspringt und blutet und nicht mehr zugeht, und wir den Schmerz sp&#252;ren, jeden Tag, jede Stunde, immer wieder neu.</p><p>Und dann gibt es aber Pflaster, Pflaster in Form von langen, mit Stoff &#252;berzogenen Streifen oder Pflaster in Form von Umarmungen.</p><p>Beides gibt Halt.</p><p>Beides hilft.</p><p>Wir haben beides im Schrank, wir haben es immer dabei.</p><p>Also liebt, seid Pflaster f&#252;r die Welt, ums Abreissen k&#252;mmern wir uns ein andermal.</p><p>xoxo, Anna</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/sei-das-pflaster-fur-deine-welt?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/sei-das-pflaster-fur-deine-welt?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="http://www.anna-miller.ch/masterclass">Masterclass</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Ich vermisse dich, obwohl du neben mir liegst - über emotionale Einsamkeit in Beziehungen]]></title><description><![CDATA[Zwei &#220;bernachtungen in 21 Tagen. Ist das genug? &#220;ber Skin Hunger, sichere Bindung und die Frage, warum N&#228;he in unserer durchgetakteten, digitalen Welt so schwer zu finden ist.]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/ich-vermisse-dich-standig-obwohl</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/ich-vermisse-dich-standig-obwohl</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 08 May 2026 05:01:14 GMT</pubDate><enclosure url="https://images.unsplash.com/photo-1502440635520-a229ff19242c?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHwzM3x8ZmVldCUyMHRvZ2V0aGVyfGVufDB8fHx8MTcyMDI3MzA0MHww&amp;ixlib=rb-4.0.3&amp;q=80&amp;w=1080" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://images.unsplash.com/photo-1502440635520-a229ff19242c?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHwzM3x8ZmVldCUyMHRvZ2V0aGVyfGVufDB8fHx8MTcyMDI3MzA0MHww&amp;ixlib=rb-4.0.3&amp;q=80&amp;w=1080" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://images.unsplash.com/photo-1502440635520-a229ff19242c?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHwzM3x8ZmVldCUyMHRvZ2V0aGVyfGVufDB8fHx8MTcyMDI3MzA0MHww&amp;ixlib=rb-4.0.3&amp;q=80&amp;w=1080 424w, https://images.unsplash.com/photo-1502440635520-a229ff19242c?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHwzM3x8ZmVldCUyMHRvZ2V0aGVyfGVufDB8fHx8MTcyMDI3MzA0MHww&amp;ixlib=rb-4.0.3&amp;q=80&amp;w=1080 848w, 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1456w" sizes="100vw" fetchpriority="high"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a><figcaption class="image-caption">Photo by <a>Philipp K&#228;mmerer</a> on <a href="https://unsplash.com">Unsplash</a></figcaption></figure></div><p>Die sch&#246;nste Zeit war immer, wenn wir gemeinsam wegfuhren. Wenn wir Tag und Nacht zusammenlagen, wenn es im Sommer zu heiss war und zu klebrig f&#252;r vollen K&#246;rperkontakt und bloss unsere F&#252;sse sich ber&#252;hrten. Wenn ich aufstand und du da schon standest, mit einer Kaffeetasse in der Hand. Mit einem L&#228;cheln und der Frage, was als N&#228;chstes kommt. Das Sch&#246;nste war immer, wenn wir Zeit hatten. Und nichts, was uns diese gemeinsame Zeit nahm. Nichts, das in Konkurrenz trat, mit unserem Raum. Mit deiner Aufmerksamkeit f&#252;r mich, f&#252;r uns. </p><p>Wenn wir uns begegnen konnten, wirklich zusammen sein. </p><p>Ohne die vielen Anrufe deiner Arbeitsstelle. Die langen Stunden irgendwo in einem Auto, nicht in der Lage, meine Anrufe entgegenzunehmen. Nicht gestresst, nicht woanders, nicht bloss halb da, keine kollidierenden Terminkalender und die grosse Frage danach, wie wir Alltag zusammen stemmen sollen, wo Zeit bleibt f&#252;r Me-Time, Freundschaften, Karriere, Besuche bei Verwandten, Telefonate zu den grossen Fragen, Ausfl&#252;ge, neue gemeinsame Erlebnisse, Binge-Watching, Sex.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p></p><h4>Ich wollte immer mehr, als ich bekam</h4><p>Ich habe dich im Grunde jeden Tag unserer Beziehung vermisst, &#252;ber Jahre. Ich habe so oft dieses Vakuum gesp&#252;rt, diesen Raum, zwischen uns, diese Grenze. Diese Linie, an der du stehst und sagst: Mir reicht das so, das ist genug, mich erf&#252;llt das. Und ich, dir sage: Mir reicht das nicht. Ich sehne mich. Ich habe Hunger, nach uns, ich vermisse uns. Ich wollte immer mehr, als ich bekam. Immer mehr Stunden, Tage, Wochen. Ich hatte das konstante Gef&#252;hl, dass ich um diesen gemeinsamen Raum k&#228;mpfen muss. Dass ich nicht das Wichtigste in deinem Leben bin. Dass es nie reichen wird. Und dass ich mit dieser Sehnsucht alleine bin.</p><p>Wie viel N&#228;he und wie viel Autonomie wir in einer Beziehung, in allen Beziehungen, doch auch vor allem in einer Liebesbeziehung brauchen, h&#228;ngt von vielen Faktoren ab. Sie h&#228;ngt davon ab, wie gl&#252;cklich wir mit unserem eigenen Leben sind. Wie sehr wir N&#228;he m&#246;chten. Auf welche Art. Sie h&#228;ngt mit unseren Pr&#228;gungen und unserem Bindungstyp zusammen, mit der Art und Weise, wie wir Liebe ausdr&#252;cken, sie geben und erhalten wollen. Sie h&#228;ngt von Lebensphasen ab und davon, was noch alles sonst in unserem Leben uns Halt gibt und unsere Energie konsumiert. </p><h4>Ist es gut genug, um zu bleiben? </h4><p>&#8220;Skin Hunger&#8221; sagte meine Freundin gestern &#252;ber einem St&#252;ck Schokokuchen, sie habe Skin Hunger, diese uners&#228;ttliche Sehnsucht nach K&#246;rperkontakt, wie ein Baby, das immer gehalten werden will. Zweimal w&#252;rden sie beieinander &#252;bernachten, ihr Partner und sie, diesen Monat, bis Ende Monat, zwei Mal in 21 Tagen, ist das normal?, fragte sie, soll ich mich damit abfinden? Er sei der sichere Beziehungstyp, pr&#228;sent, lieb, kommunikationsstark, ehrlich, liebevoll, gebend, fr&#246;hlich, stabil, an sich so viel Gutes, zwischen ihnen, so viele sch&#246;ne Jahre, und doch.</p><p></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p></p><p>Ich werde nie die N&#228;he kriegen, die F&#252;lle, die Regelm&#228;ssigkeit, das Zusammen, das ich mir tief drin, in meinem Herzen, wirklich w&#252;nsche.</p><p>Sie sagte das mit einer Mischung aus N&#252;chternheit, Resignation und Trauer, mit diesem Blick. Diesem fragenden Blick, der sagt: Was soll ich denn nun tun. Es ist genug gut, um zu bleiben. Und es ist wenig genug, um sich alle paar Wochen, alle paar Monate die Frage zu stellen, ob das alles im Grunde eine sehr falsche Beziehung ist, eine, in der ich nie gl&#252;cklich werde.</p><p>Der Autor Thomas Meyer w&#252;rde wohl raten, <a href="https://www.srf.ch/kultur/literatur/trennt-euch-schluss-machen-mit-thomas-meyer">sich zu trennen</a>, wenn man in der Beziehung nicht auf seine Kosten kommt, er hat aus dieser These ein ganzes Buch gemacht, mit dieser Idee, dass wir uns viel zu lange nicht trennen, viel zu lange bleiben, in Konstellationen, die uns nicht gl&#252;cklicher machen, als alleine zu sein. Vielleicht sind wir mit den Jahren auch bereiter, Dinge einfach hinzunehmen, weil wir nicht mehr so schnell einen neuen Menschen finden. Vielleicht sind Kinder im Spiel, und alles wird auch b&#252;rokratisch komplizierter, es hat alles seinen Preis. </p><h4>Die Suche zwischen Trauma und echtem Bed&#252;rfnis</h4><p>Vielleicht wissen wir auch nicht wirklich, was das jetzt ist, das mit dieser N&#228;he oder dem Fehlen davon. Ist das nun wirklich unser innerstes Bed&#252;rfnis? Wollen wir wirklich mehr Zusammensein? Oder ist das bloss ein Mangelgef&#252;hl, gen&#228;hrt von traumatischen Erfahrungen in der Kindheit und wir m&#252;ssen lernen, besser und zufriedener alleine zu sein? Oder sind wir mit einem Menschen zusammen, in einer Konstellation, die unseren Hunger nach N&#228;he sch&#252;rt, weil die Bindung nicht sicher genug ist, dass wir uns hineinentspannen k&#246;nnen?</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/ich-vermisse-dich-standig-obwohl?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/ich-vermisse-dich-standig-obwohl?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><p>Vielleicht liegt auch alles an unserem perversen Leistungssystem. Den Anrufen und Mails bis sp&#228;t abends, welche einen aus dem Moment, aus der Beziehung reissen.</p><p>An den Gleichberechtigungsfragen, an der Frage, wer nun dran ist damit, sein Leben zu erf&#252;llen, und wer denn nun f&#252;r den anderen zur&#252;ckstecken sollte. Ob das alles je aufgeht. Wie viel Freiheit wir haben d&#252;rfen, uns nehmen m&#252;ssen, was als emanzipiert gilt und was als devot. </p><p>Dass wir in bindungs&#228;ngstlichen Zeiten leben, wo wir st&#228;ndig nach etwas anderem Ausschau halten. Bleiben wollen. Doch nicht sicher sind, ob es nicht noch besser werden k&#246;nnte. </p><h4>Liebe in neokapitalistischen, digitalen Zeiten</h4><p>Ob wir nicht ungebundener, vielf&#228;ltiger gebundener sein wollen. Zeiten, in denen Alltag und durchschnittliche Wochen und z&#228;he Abende und ereignisarme Beziehungsmonate nicht mehr vorkommen d&#252;rfen, weil man dann automatisch etwas falsch gemacht zu haben scheint. </p><p>Diese Normalit&#228;t, im Gegensatz zu all dem Farbspektakel auf Social Media. Auf Netflix. In all den Feeds. </p><p>Und das alles mitten in einer 42-Stunden-Woche, zwischen Samstags-Einkauf in &#252;berf&#252;llten Malls und dem Sonntags-Zwang-Mittagessen bei der Familie, die dann irgendwelche Kommentare dazu macht, dass wir zu wenig, zu viel oder falsch essen, den falschen Partner lieben, zu sp&#228;t Kinder wollen oder gar keine.</p><p>Schwirrt dir der Kopf? </p><p>Mir auch.</p><p>Und ich habe auf all diese Fragen noch keine perfekte Antwort gefunden. </p><p>Was also tun? </p><h4>In Beziehung mit dem anderen, in Beziehung mit mir</h4><p>Ich versuche, noch n&#228;her hinzuschauen. Nachzusp&#252;ren, wann ich wirklich N&#228;he brauche, und wann es bloss Verlustangst ist. Welche Menschen mir sichere Bindung und genug Aufmerksamkeit geben, dass ich mich sicher und geborgen f&#252;hle und dann auch mal meine eigenen Tage gestalten kann, weil ich weiss, dass sie da sind und da bleiben. </p><p>Ich versuche, mich sehr ernst zu nehmen, in meinem Bed&#252;rfnis nach Beziehung, und aber auch mit mir selbst in Beziehung zu treten. Mich &#246;fter zu fragen: In Ordnung, das macht dich jetzt traurig, was daran ist gerade schwierig? Worin f&#252;hlst du dich allein gelassen? Wie kannst du das nun teilweise selbst n&#228;hren? Wo braucht es Kl&#228;rung im Aussen? </p><p>Ich lese weiter gute B&#252;cher zum Thema und rede mit Freunden dar&#252;ber, und ich schreibe hier dar&#252;ber, und vielleicht m&#246;gt ihr ja auch teilen, was ihr dazu f&#252;hlt, denkt, hofft. Und ich h&#246;re nat&#252;rlich Podcasts, manchmal beispielsweise den <a href="https://www.beziehungskosmos.com">Beziehungskosmos</a> von Felizitas Ambauen und Sabine Meyer oder <a href="https://open.spotify.com/show/5EqqB52m2bsr4k1Ii7sStc">On Purpose</a> von Jay Shetty.</p><p>Zwei supergute B&#252;cher zum Thema Bindung, Autonomie - N&#228;he und Beziehung(en): <a href="https://www.orellfuessli.ch/shop/home/artikeldetails/A1018545689">Attached</a> von Amir Levine und Rachel Heller sowie <a href="https://www.orellfuessli.ch/shop/home/artikeldetails/A1068003995">Polysecure</a> von Jessica Fern. </p><p><strong>Einige Kernaussagen, die ich daraus mitgenommen habe:</strong></p><ul><li><p>Sichere Bindung l&#228;sst sich nachtr&#228;glich n&#228;hren und lernen.</p></li><li><p>Die Schmetterlinge im Bauch zu Beginn einer Kennenlernphase sind nicht immer das beste Zeichen - oft heisst das bloss, dass dein Bindungssystem aktiviert ist. </p></li><li><p>Jede Beziehung ist eine Aushandlung zwischen N&#228;he und Autonomie. Entweder haben wir Angst, uns zu sehr einzulassen und Autonomie zu verlieren, oder wir tendieren dazu, Angst davor zu haben, verlassen zu sein. Und jeder von uns kann, je nach Bindung, innerhalb der Beziehung die Rollen wechseln. </p></li><li><p>Eine gewisse Abh&#228;ngigkeit vom Gegen&#252;ber, auf gesunde Art und Weise, gegenseitig, ist Voraussetzung f&#252;r echte Intimit&#228;t und N&#228;he.</p></li><li><p>F&#252;r das System ist es sehr heilsam, ein Netz an verschiedensten Bezugspersonen und Communities zu haben - neben und erg&#228;nzend zur eigenen Partnerschaft.</p><p></p></li></ul><p>Was sind eure take aways? Und wo steht ihr im Prozess?</p><p>xoxo, Anna</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/ich-vermisse-dich-standig-obwohl?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/ich-vermisse-dich-standig-obwohl?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="http://www.anna-miller.ch/masterclass">Masterclass</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Warum ich aufgehört habe, mich mit Yoga beruhigen zu wollen]]></title><description><![CDATA[Das Social-Media-Internet hat uns Jahre weisgemacht: Yoga und Meditation sind die einzig wahren Beruhiger. Doch was, wenn das nicht stimmt?]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-ich-aufgehort-habe-mich-mit</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-ich-aufgehort-habe-mich-mit</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 24 Apr 2026 05:01:37 GMT</pubDate><enclosure url="https://images.unsplash.com/photo-1729886484968-d4ba69bbbca1?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHwzfHx5b2dhJTIwYW5hbG9ndWV8ZW58MHx8fHwxNzY2NzY1MDAzfDA&amp;ixlib=rb-4.1.0&amp;q=80&amp;w=1080" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" 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sizes="100vw" fetchpriority="high"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" 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Ich kenne niemanden, der nicht Yoga macht. Ich selbst mache seit 15 Jahren Yoga, alle paar Monate mal und dann wieder alle paar Wochen, mal 10 Minuten und mal 2 Stunden, aber ich mache Yoga.</p><p>Weil das Internet uns seit Jahren sagt, dass wir doch alle Yoga machen sollen. Yoga machen und meditieren. Dasitzen und atmen und in den Bauch atmen und uns beruhigen und uns zentrieren.</p><p>Aber kein Mensch hat uns beigebracht, dass das in vielen F&#228;llen gar nicht geht.</p><p>Warum? </p><p>Weil da Wut ist. Und Angst. Weil wir komplett digital &#252;berdreht sind und auf 180. </p><p>Weil der Stress an uns frisst und es in uns weiterdreht, wenn wir uns hinsetzen, um zu meditieren oder uns zu strecken. </p><h4>Das erzwungene Ruhigsein kann schaden</h4><p>F&#252;r einige mag es stimmen, sich hinzusetzen und die Augen zu schliessen. F&#252;r viele aber, und vor allem bei ADHS, macht dieses gezwungene Ruhigsein alles nur schlimmer. Weil unser K&#246;rper Energie angestaut hat. Viel Energie. Und wir sie nicht rausgelassen haben. Weder mental noch k&#246;rperlich. </p><p>In vielen F&#228;llen also sind Yoga und Meditation nicht die beste L&#246;sung gegen Angst, gegen Stress, gegen Unruhe. Sondern k&#246;nnen erst greifen, wenn die Energie losgelassen wurde. Rausgelassen. Rausgeschrien, rausgerannt, rausgeboxt, rausgesungen. </p><p>Denn: Ein &#252;beraktiviertes Nervensystem l&#228;sst sich schwer durch Stille regulieren. Wenn der K&#246;rper im Kampf-oder-Flucht-Modus steckt, ist &#8222;zur Ruhe kommen&#8220; physiologisch kaum m&#246;glich. Studien zeigen, dass bei hoher Stress- oder Traumaaktivierung erst Bewegung, Kraft, Rhythmus oder Stimme helfen, &#252;bersch&#252;ssige Energie abzubauen &#8211; bevor Entspannung &#252;berhaupt greifen kann. Regulation kommt oft nach Entladung, nicht davor.</p><h4>Angst ist vor allem eines: Energie</h4><p>Angst ist Energie. </p><p>Wut ist Energie. </p><p>Herzrasen ist Energie. </p><p>Sturm im Kopf ist Energie. </p><p>Wo steckst du sie rein? Wo kann sie hin? Wohin darf sie rennen? </p><p>Bevor du dich also das n&#228;chste Mal hinsetzt und schlecht f&#252;hlst und unf&#228;hig und gezwungen, dich auf die vermeintlich einzige Art und Weise zu erden und zu beruhigen, die das moderne Social-Media-Internet dir weisgemacht hat: Lass die Sau raus. Und setz dich danach hin und atme und bewege dich und meditiere und mache Yoga, wenn du willst. Das ist alles wunderbar. Aber lass dir nicht einreden, dass etwas falsch mit dir ist, bloss, weil diese Art der Entspannung nicht die einzig Richtige f&#252;r dich ist. </p><p>xoxo, Lieblingsmensch!<br>Anna</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:&quot;button-wrapper&quot;}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary button-wrapper" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-ich-aufgehort-habe-mich-mit?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:&quot;button-wrapper&quot;}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary button-wrapper" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-ich-aufgehort-habe-mich-mit?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><div><hr></div><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="http://www.anna-miller.ch/masterclass">Masterclass</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Letzten Sommer bin ich gestorben]]></title><description><![CDATA[Es waren nicht die grossen Verluste. Es waren die &#220;berzeugungen, an denen ich hing &#8212; obwohl sie l&#228;ngst nicht mehr stimmten. &#220;ber die Trauer, die zum Wachsen geh&#246;rt.]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-es-manchmal-wichtig-ist-dass</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-es-manchmal-wichtig-ist-dass</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 10 Apr 2026 05:01:35 GMT</pubDate><enclosure url="https://images.unsplash.com/photo-1567709834763-085b1f1ae940?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHwyfHxkZWF0aCUyMHN1bW1lcnxlbnwwfHx8fDE3NDI4MTM0MDB8MA&amp;ixlib=rb-4.0.3&amp;q=80&amp;w=1080" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" 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sizes="100vw" fetchpriority="high"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a><figcaption class="image-caption">Photo by <a>Jamie Street</a> on <a href="https://unsplash.com">Unsplash</a></figcaption></figure></div><p>Letzten Sommer bin ich gestorben.</p><p>Mein K&#246;rper war noch da. Aber innerlich war vieles weg. War einiges, was vorher war, nicht mehr da.</p><p>Letzten Sommer hatte ich noch einen K&#246;rper, der lebte, doch meine Seele, die war im Schlaf. Letzten Sommer lag Vieles, das ich &#252;ber Jahre dachte und f&#252;r selbstverst&#228;ndlich hielt, im Sterben.</p><p>Die Idee, beispielsweise, dass ich die Welt retten muss.<br>Dass die Pflicht immer zuerst kommt.<br>Die Idee, dass ich Menschen auch dann zuh&#246;ren muss, wenn ich gar nichts mehr aufnehmen kann.<br>Die Idee, dass ich Zugeh&#246;rigkeit suche, aber sie irgendwie nicht finde, und dass das doch an mir liegen muss.<br>Die Idee, dass da irgendwas falsch ist, in mir, ganz grunds&#228;tzlich. Und dass ich alles daran setzen muss, es zu finden.</p><p>Also setzte ich mich ans Sterbebett all dieser Ideen und Realit&#228;ten und wartete.</p><p>Ich wartete darauf, dass sie gingen und etwas Neuem, Sch&#246;nem Platz machen. Doch sie gingen nicht. Und irgendwann d&#228;mmerte mir, warum.</p><p>Weil ich noch immer an all diesen &#220;berzeugungen festhielt.</p><p>Aus Wehmut. Aus Stolz. Aus der Sehnsucht nach Halt heraus.</p><p>Was einem Halt gibt, das will man nicht loslassen. Wir sind f&#228;hig, an allem Erdenklichen zu h&#228;ngen. Dinge und Zust&#228;nde und Menschen und Leben liebzugewinnen, die f&#252;r uns gar nicht gut sind. Wir k&#246;nnen uns ersch&#246;pfen im Versuch, etwas zu verbessern.</p><p>Wir wollen selten gehen, wenn wir noch Hoffnung haben.<br>Und wir m&#246;gen es grunds&#228;tzlich nicht, etwas sterben zu lassen.</p><p>Eine Beziehung.<br>Eine Zeit in unserem Leben.<br>Einen Menschen.<br>Dieses Bild von uns, wie wir gerne w&#228;ren, aber im Grunde noch nie waren.</p><p>Doch wir wissen eigentlich: Dieser Tod muss sein, irgendwann. Im echten Leben, und in unserem Inneren.</p><p>Und an beiden Orten, auf beide Fragen hin wissen wir nicht, was danach kommt. Oft haben wir sogar Angst, dass es kein Danach gibt.</p><p><em>Wer werde ich sein, wenn ich das, was ich meine, zu sein, nicht mehr bin?</em></p><p><em>Was werde ich verlieren, wenn ich selbst loslasse?</em></p><p><em>Wird durch diesen inneren Tod &#252;berhaupt etwas Neues entstehen k&#246;nnen?</em></p><p>Ich bin heute hier, um euch zu sagen: Lauft los. Es gibt ein Danach. Und ich w&#252;nsche euch, dass es n&#228;her an eurem Selbst ist, als die Idee davon je war.</p><p>Letzten Sommer bin ich gestorben. Damit ich heimkehren kann.</p><p>Zu dem Menschen, der ich schon immer war.</p><p>xoxo, Lieblingsmensch!<br>Anna</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:&quot;button-wrapper&quot;}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary button-wrapper" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-es-manchmal-wichtig-ist-dass?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:&quot;button-wrapper&quot;}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary button-wrapper" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-es-manchmal-wichtig-ist-dass?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><div><hr></div><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="http://www.anna-miller.ch/masterclass">Masterclass</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Zu spät? Warum du genau richtig bist, wo du bist]]></title><description><![CDATA[Vielleicht denkst du manchmal auch: Ich bin schon zu alt. Ich h&#228;tte l&#228;ngst mehr erreichen sollen. Ich h&#228;tte fr&#252;her anfangen m&#252;ssen. Doch das stimmt nicht.]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/zu-spat-warum-du-genau-richtig-bist</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/zu-spat-warum-du-genau-richtig-bist</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 27 Mar 2026 06:01:29 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!cDCl!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2cad7d68-5717-4535-a0f5-676abd668428_4041x3031.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!cDCl!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2cad7d68-5717-4535-a0f5-676abd668428_4041x3031.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!cDCl!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2cad7d68-5717-4535-a0f5-676abd668428_4041x3031.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!cDCl!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2cad7d68-5717-4535-a0f5-676abd668428_4041x3031.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!cDCl!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2cad7d68-5717-4535-a0f5-676abd668428_4041x3031.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!cDCl!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2cad7d68-5717-4535-a0f5-676abd668428_4041x3031.jpeg 1456w" sizes="100vw"><img src="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!cDCl!,w_1456,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F2cad7d68-5717-4535-a0f5-676abd668428_4041x3031.jpeg" width="4041" height="3031" data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/2cad7d68-5717-4535-a0f5-676abd668428_4041x3031.jpeg&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:3031,&quot;width&quot;:4041,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:3954014,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/jpeg&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;topImage&quot;:true,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://annamillerjournalist.substack.com/i/179128741?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F56d396b1-a2f5-43b2-b543-9561051ab552_4476x3031.jpeg&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a><figcaption class="image-caption">Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@amseaman?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Andrew Seaman</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/drei-braun-gerahmte-weisse-analoge-wanduhren-die-an-der-wand-hangen-EuDUHo5yyAg?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></figcaption></figure></div><p>Ich habe sie, die Liste in meinem Kopf, wo weniger drauf steht, als ich wollte. Wo all die Leerstellen sind. All die unfertigen Projekte, die nicht geborenen Kinder, die nicht bereisten L&#228;nder, die nicht genug schnellen Trennungen, die verschwendeten Jahre, in denen ich gef&#252;hlt bloss Gedanken kreisen liess und nicht mal t&#228;glich feiern war. H&#228;tte ich nicht alles haben k&#246;nnen? Rechtzeitig? Wenn ich mich doch bloss schneller entwickelt h&#228;tte. Weniger Fehler gemacht. Besser geplant. Fr&#252;her gelebt.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/zu-spat-warum-du-genau-richtig-bist?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/zu-spat-warum-du-genau-richtig-bist?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><p>Das Gef&#252;hl, zu sp&#228;t zu sein f&#252;r die Dinge, das Leben, all das, was wir uns w&#252;nschen, kennst du sicher auch. Und die Scham, die dich dann bef&#228;llt. Dieses Gef&#252;hl, es falsch gemacht zu haben. Dieses Gef&#252;hl, das alles entwertet, was da ist. Was du erschaffen hast. Wer du geworden bist.</p><h4>Wir vergleichen uns mit einem Ideal, das es im echten Leben nicht gibt</h4><p>Dieses Gef&#252;hl, hinterher zu hinken, hat viel weniger mit unserem realen Leben zu tun, als wir denken. Es entsteht, weil wir uns mit einer verzerrten Realit&#228;t vergleichen. Social Media legt uns die Welt wie ein endloses Schaufenster hin &#8211; aber gezeigt wird vor allem das eine Prozent, das scheinbar alles hat: Erfolg, Sch&#246;nheit, Geld, Familie, Abenteuer. Wir scrollen und glauben, all das m&#252;sste in einer einzigen Person vereint sein. Und sind dann niedergeschlagen und f&#252;hlen uns minderwertig. Weil wir uns mit einem Ideal verglichen haben, dass es im echten Leben gar nicht gibt. Zumindest nicht in einer Person (ausser vielleicht in Taylor Swift). </p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://annamillerjournalist.substack.com/?utm_source=substack&amp;utm_medium=email&amp;utm_content=share&amp;action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Project Happy teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://annamillerjournalist.substack.com/?utm_source=substack&amp;utm_medium=email&amp;utm_content=share&amp;action=share"><span>Project Happy teilen</span></a></p><p>Die digitale Welt verst&#228;rkt ausserdem eine alte kulturelle L&#252;ge: dass das Leben linear verl&#228;uft. Als g&#228;be es feste Zeitfenster, wann man Kinder kriegen, Karriere machen oder reisen sollte. Wer aus diesem Raster f&#228;llt, f&#252;hlt sich automatisch &#8222;zu sp&#228;t&#8220;. Doch Entwicklung verl&#228;uft nicht chronologisch. Sie verl&#228;uft in Wellen. Wir alle sind mal voraus, mal hinterher, mal schnell, mal langsam. Das ist normal.</p><h4>Was nach Aufgeben klingt, ist in Wahrheit: Befreiung</h4><p>In dieser Vergleichswelt gibt es immer jemanden, der schneller, sch&#246;ner, erfolgreicher ist. Du kannst nicht gewinnen. Wirklich nicht. Es ist ausgeschlossen. Was wie ein Zusammenbruch und ein Aufgeben klingt, ist in Wahrheit deine Befreiung. Weil: Wenn du es nicht hinkriegen kannst, dann musst du vielleicht auch gar nicht. Und darfst damit beginnen, wirklich so zu leben, wie du es willst. In deinem Tempo. Nach deinen Werten.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p>Vielleicht bist du gerade nicht dort, wo du sein wolltest. Aber es gibt einen Grund daf&#252;r. Du bist noch nicht so weit &#8211; und das ist kein Versagen, sondern Teil des Prozesses. Wachstum braucht Zwischenzust&#228;nde, Pausen, Br&#252;che. Und die gr&#246;sste Sch&#246;nheit liegt im Unfertigen.</p><p>Du bist nicht zu sp&#228;t. Du bist am genau richtigen Ort. Zur genau richtigen Zeit. Und wie sch&#246;n, sind wir beide hier. Gemeinsam. Und ich bin hier, um dir zu sagen: Vielleicht glaubst du, nichts getan zu haben, in dieser Zwischenzeit. Doch du bist gewachsen. Vielleicht nicht mal merklich, nicht mal messbar f&#252;r dich. Weil du den Fokus auf all dem hattest, was du scheinbar nicht rechtzeitig verstanden, gelernt, erschaffen hast.</p><p>Du w&#228;chst jeden Tag. Nach deinem Tempo. Zum Gl&#252;ck f&#252;r diese Welt.</p><p>xoxo, Lieblingsmensch!<br>Anna</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/zu-spat-warum-du-genau-richtig-bist?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/zu-spat-warum-du-genau-richtig-bist?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><p></p><div><hr></div><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="http://www.anna-miller.ch/masterclass">Masterclass</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Warum Wiederholung kein Scheitern ist - sondern das, was uns zusammenhält]]></title><description><![CDATA[Wiederholung, dachte ich, ist Stillstand. Ist das Leben der anderen. Dann kaufte ich 40 gleiche Kerzen - und verstand, was Rituale mit dem Nervensystem machen.]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-mich-eine-kerze-zusammenhalt</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-mich-eine-kerze-zusammenhalt</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 13 Mar 2026 06:01:10 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!CRBb!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcc10985a-4a0e-431e-9a4b-aba83e84495e_1080x810.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!CRBb!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcc10985a-4a0e-431e-9a4b-aba83e84495e_1080x810.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!CRBb!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcc10985a-4a0e-431e-9a4b-aba83e84495e_1080x810.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!CRBb!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcc10985a-4a0e-431e-9a4b-aba83e84495e_1080x810.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!CRBb!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcc10985a-4a0e-431e-9a4b-aba83e84495e_1080x810.jpeg 1272w, 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href="https://unsplash.com">Unsplash</a></figcaption></figure></div><p>Es ist diese eine Kerze, die ich anz&#252;nde. Jeden Tag. Sie ist elfenbeinfarben, 1.5 cm Durchmesser, eine Stabkerze, obwohl ich Stabkerzen doch eigentlich nie mochte. Sie ist gehalten von einem Kerzenst&#228;nder aus Messing, schwer und klar, ich habe ihn vor Jahren &#252;berteuert in Z&#252;rich gekauft, in einem dieser L&#228;den, die nur wenige Dinge in ihren Fenstern ausstellen, wo immer alles geordnet aussieht und unglaublich h&#252;bsch, diese L&#228;den, die so aussehen, wie ich mir mein Leben w&#252;nsche, gef&#252;llt mit Buntheit und Klarheit, mit weichen Formen und mit Dingen, die mir spiegeln, wer ich bin und was mir wichtig ist.</p><p>Fr&#252;her dachte ich nicht weiter dar&#252;ber nach, welche Kerzen ich kaufe, ob welche &#252;berhaupt, ich wusste nicht einmal, in welchem Schrank ich sie wieder verstaut hatte, ein paar Teelichter, wenn ich ein Date nach Hause brachte, eine Kerze vielleicht im Winter mal, wenn ich wieder ein Buch gelesen hatte &#252;ber Selbstf&#252;rsorge. Doch jetzt ist es pl&#246;tzlich anders. Ich habe den Messingst&#228;nder auf meinen Schreibtisch gestellt und ausgemessen, welche Kerze er tragen will, und dann habe ich 40 gleiche Kerzen bestellt.</p><h4>Ich habe Wiederholung immer gehasst</h4><p>Wiederholung, hatte ich mir unbewusst ein Leben lang eingefl&#252;stert, ist Scheitern. Ist langweilig. Ist banal. Ist allt&#228;glich. Wiederholung, das ist das Leben der anderen, die jeden Abend um halb Sieben zu Abend essen. Donnerstags ist immer Pasta-Tag, 15 Jahre schon die gleiche Arbeitsstelle, 15 Jahre schon die gleichen Mittagspausen und immer die Frage: Zum Thai, heute, oder zum B&#228;cker? In diesen Abl&#228;ufen steckt keinerlei Innovation. Und damit auch kein Leben.</p><p>Doch in meiner Ablehnung, in meiner Panik vor Wiederholung, die ich mit dem Sterben allen Lebens gleichsetzte, verlor ich etwas vom Wichtigsten f&#252;r die menschliche Psyche: Halt.</p><h4>Rituale bedeuten: Alles ist in Ordnung</h4><p>Wiederholung bringt Erleichterung. Wiederholung bringt Halt. Wiederholung bringt Orientierung. Unser System braucht Wiederholung, um sich sicher zu f&#252;hlen. Um zu wissen, was kommt. Unser Gehirn kann nicht jeden Tag alles neu ordnen, das kostet Unmengen an Energie. Rituale hingegen aktivieren den Parasympathikus &#8211; den Teil unseres Nervensystems, der f&#252;r Entspannung und Sicherheit sorgt. Sie geben dem K&#246;rper das Signal, dass alles in Ordnung ist.</p><p>Das, was uns im Kleinen h&#228;lt, wird oft &#252;bersehen &#8211; oder gar nicht erst mit Zugeh&#246;rigkeit in Verbindung gebracht. Was macht es schon aus, jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit an der einen Stelle an diesem Baum vorbeizulaufen, der sich mit den Jahreszeiten wandelt? Oder Skirennen schauen mit Papa, im Wohnzimmer, jeden Winter? Doch genau diese unscheinbaren Wiederholungen beeinflussen unser Nervensystem tiefgreifend. Sie sind das, was unser Leben am Ende zusammenh&#228;lt.</p><p>Ein Ritual muss nicht gross sein, nicht geplant, nicht durchdacht. Es kann so einfach sein wie das Anz&#252;nden einer Kerze. So lange, bis wir irgendwann sp&#252;ren: Das hier tr&#228;gt mich.</p><p>xoxo, Anna</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-mich-eine-kerze-zusammenhalt?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-mich-eine-kerze-zusammenhalt?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><div><hr></div><p><strong>P.S.</strong><br>Ich arbeite gerade an einer Masterclass zum Thema <em>achtsames Elternsein in digitalen Zeiten</em>. Damit sie wirklich das aufgreift, was Familien gerade besch&#228;ftigt, habe ich eine <a href="https://de.surveymonkey.com/r/QRXFW3T">kurze, anonyme Umfrage </a>erstellt. Sie dauert nur etwa 2&#8211;3 Minuten &#8211; und deine Antworten helfen mir sehr, die Inhalte sinnvoll zu entwickeln.</p><p>Hier geht&#8217;s zur Umfrage:</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://de.surveymonkey.com/r/QRXFW3T&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt an der Umfrage teilnehmen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://de.surveymonkey.com/r/QRXFW3T"><span>Jetzt an der Umfrage teilnehmen</span></a></p><p></p><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="http://www.anna-miller.ch/masterclass">Masterclass</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Warum du immer wieder deinen Posteingang checkst]]></title><description><![CDATA[Und warum es wichtig ist, deinem System anzutrainieren: Ich bin sicher. Die Welt geht nicht unter. Ich komme wieder.]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-du-immer-wieder-deinen-posteingang</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-du-immer-wieder-deinen-posteingang</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 27 Feb 2026 06:00:40 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!hYSZ!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd542513a-fd9d-499a-858a-cd3d06cfa990_1080x720.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!hYSZ!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd542513a-fd9d-499a-858a-cd3d06cfa990_1080x720.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!hYSZ!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd542513a-fd9d-499a-858a-cd3d06cfa990_1080x720.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!hYSZ!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd542513a-fd9d-499a-858a-cd3d06cfa990_1080x720.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!hYSZ!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd542513a-fd9d-499a-858a-cd3d06cfa990_1080x720.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!hYSZ!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fd542513a-fd9d-499a-858a-cd3d06cfa990_1080x720.jpeg 1456w" sizes="100vw"><img 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fetchpriority="high"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a><figcaption class="image-caption">Photo by <a href="https://unsplash.com/@efekurnaz">Efe Kurnaz</a> on <a href="https://unsplash.com">Unsplash</a></figcaption></figure></div><p>Du sitzt am PC, willst eigentlich aufstehen, den Tag beenden, hast im Grunde alles erledigt, k&#246;nntest jetzt einfach mal offline gehen. Du willst eigentlich <em>leben</em>. Und trotzdem kannst du irgendwie nicht. Tab auf, Posteingang, refresh. Wieder zu. Wieder auf. Als w&#252;rdest du kurz nachsehen, ob die Welt noch da ist.</p><p>Ich glaube: Das hat weniger mit Faulheit zu tun, als mit einem ziemlich cleveren System in dir.</p><p>Denn dein Posteingang bedient drei sehr menschliche, biologische Bed&#252;rfnisse gleichzeitig.</p><p><strong>Erstens: Mini-Belohnung.</strong><br>Manchmal ist da eine gute Nachricht. Oder eine L&#246;sung. Oder ein kleines St&#252;ck Anerkennung. Und weil du nie weisst, <em>wann</em> der Treffer kommt, bleibt es interessant, aufregend, vielleicht lohnenswert. Variable Belohnung ist ein Gl&#252;cksspielmechanismus &#8211; und der Posteingang ist daf&#252;r perfekt gebaut.</p><p><strong>Zweitens: Sicherheitscheck.</strong><br>Inbox checken f&#252;hlt sich an wie: &#8222;Ich bin verantwortlich. Ich verpasse nichts. Ich habe die Lage im Griff.&#8220; Das beruhigt kurz. Und genau dadurch lernt dein Nervensystem: <em>Nur wenn ich checke, bin ich sicher.</em> Dann kommt der Drang wieder.</p><p><strong>Drittens: Vermeidung mit gutem Gewissen.</strong><br>Wenn die n&#228;chste Aufgabe gross, unklar oder emotional ist, ist die Inbox die freundlichste Flucht. Du kannst dir sagen: &#8222;Ich arbeite ja.&#8220; Und ein Teil von dir glaubt das sogar.</p><p>Das Gemeine ist: Das Ganze funktioniert. Kurzfristig. Du bekommst Erleichterung. Und damit verst&#228;rkt sich der Loop.</p><p><em>Und wenn du jetzt denkst: Was haben die denn alle f&#252;r Probleme? Glaub mir: Millionen Menschen auf der Welt leiden unter digitaler Click and Reward- Abh&#228;ngigkeit. Das ist eine Nervensystem-Dopamin-Schleife. Sie ist real. Falls du nicht betroffen bist: Herzlichen Gl&#252;ckwunsch, dein Leben ist ausgeglichen und gesund. Doch auch du kennst jemanden, der etwas &#228;ndern will, aber meint, es nicht zu schaffen. Schicke ihm gerne meinen Newsletter zu.</em></p><p>Was hilft, ist nicht mehr Selbsthass. Sondern ein kleiner Bruch im Muster.</p><p>Wenn du das n&#228;chste Mal in der Schleife festh&#228;ngst, probiere mal Folgendes:</p><ol><li><p>Sag dir: <strong>&#8222;Das ist ein Check-Drang, kein echter Notfall.&#8220; </strong>So trainierst du deinem Gehirn an, Angst-Phantasien mit der Realit&#228;t abzugleichen. Es reicht manchmal nicht, sich gut zuzureden. Dein K&#246;rper muss es <em>f&#252;hlen</em>. </p></li><li><p>Stell einen Timer auf <strong>3 Minuten</strong> und mach nur das: Tab zu, Laptop zu oder Bildschirm sperren, aufstehen, Wasser, Fenster. Entferne dich physisch von deinem Ger&#228;t. Bring eine Grenze zwischen dich und die digitale Welt.</p></li><li><p>Schreib dir eine <strong>n&#228;chste Check-Zeit</strong> auf (z. B. in 60 Minuten). Dein Gehirn braucht ein Versprechen &#8211; sonst verhandelt es endlos.</p></li><li><p>Frage dich: Was kann ich jetzt konkret tun, um mein Sicherheitsempfinden zu st&#228;rken? Eine Abwesenheitsmeldung rein? Mein Partner, der mir sagt: Raus jetzt, das kannst du Montag machen? &#220;berlege dir eine, konkrete Sache, die dir hilft, die Spirale zu beenden.</p><p></p></li></ol><p>Vielleicht nicht f&#252;r den ganzen Nachmittag. Vielleicht nur f&#252;r drei Minuten. Aber das reicht, um deinem System zu beweisen: Nichts passiert, die Welt steht noch, die Welt wartet auf mich, ich bin sicher, alles ist okay.</p><p>xoxo, Anna<br><br><strong>So. Und jetzt: Weg mit dir. Klapp das Ding zu. Just do it. Wir lesen uns ein andermal wieder! :-) </strong></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-du-immer-wieder-deinen-posteingang?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-du-immer-wieder-deinen-posteingang?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><div><hr></div><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="http://www.anna-miller.ch/masterclass">Masterclass</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Du hasst Wiederholung? Probiere es mit Rhythmus]]></title><description><![CDATA[Wir scheitern an Routinen, an Regelm&#228;ssigkeit, an den kleinsten Versprechen an uns selbst - und sch&#228;men uns daf&#252;r. Dabei ist das Problem nicht fehlende Disziplin. Sondern eine Welt ohne Takt.]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/du-hasst-wiederholung-probiere-es</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/du-hasst-wiederholung-probiere-es</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 13 Feb 2026 06:00:42 GMT</pubDate><enclosure url="https://images.unsplash.com/photo-1629706167836-85e53ac834e0?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHwzN3x8cnl0aG18ZW58MHx8fHwxNzQyODE1MzE2fDA&amp;ixlib=rb-4.0.3&amp;q=80&amp;w=1080" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p></p><div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://images.unsplash.com/photo-1629706167836-85e53ac834e0?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHwzN3x8cnl0aG18ZW58MHx8fHwxNzQyODE1MzE2fDA&amp;ixlib=rb-4.0.3&amp;q=80&amp;w=1080" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://images.unsplash.com/photo-1629706167836-85e53ac834e0?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHwzN3x8cnl0aG18ZW58MHx8fHwxNzQyODE1MzE2fDA&amp;ixlib=rb-4.0.3&amp;q=80&amp;w=1080 424w, https://images.unsplash.com/photo-1629706167836-85e53ac834e0?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHwzN3x8cnl0aG18ZW58MHx8fHwxNzQyODE1MzE2fDA&amp;ixlib=rb-4.0.3&amp;q=80&amp;w=1080 848w, https://images.unsplash.com/photo-1629706167836-85e53ac834e0?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHwzN3x8cnl0aG18ZW58MHx8fHwxNzQyODE1MzE2fDA&amp;ixlib=rb-4.0.3&amp;q=80&amp;w=1080 1272w, 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href="https://unsplash.com">Unsplash</a></figcaption></figure></div><p>Dranbleiben. Immer wieder das Gleiche tun. Immer sch&#246;n wiederholen.</p><p>Regelm&#228;ssigkeit wird uns gepredigt. Sie ruft uns entgegen, aus Ratgebern, am Tisch der Grosseltern, sie wird beweint und betrauert als ein Relikt der Vergangenheit, als alle noch Sonntags in die Kirche gingen und Dienstags noch in den Verein. Und gleichzeitig begegnet sie uns in Leistungs-Podcasts und 4 a.m. clubs, als Pfeiler allen Erfolgs, als Mantra der Disziplin. </p><p>Die Psychologie best&#228;tigt: Rhythmus und Regelm&#228;ssigkeit sind etwas vom Wichtigsten f&#252;r die Psyche. Sie geben Halt, Orientierung, beruhigen das Nervensystem.</p><p>Nur bl&#246;d, dass ich darin nicht gut bin.</p><p>Dass ich damit scheitere. Seit Jahrzehnten.</p><p>Und f&#252;hle mich dann immer wie Jemand, der sich selbst gegen&#252;ber die kleinsten Versprechen nicht halten kann. Jemand, der sich selbst bel&#252;gt. Wie schwer kann es sein, einen Apfel am Tag zu essen oder zur gleichen Zeit schlafen zu gehen? Ich w&#252;nschte mir manchmal, ich w&#228;re diese Art von Mensch, der mit acht Jahren schon Pferde liebte, und f&#252;nfmal die Woche ins Reiten ging, und in den Sommerferien ins Reitlager, und der weiss, was er liebt: Pferde und Reiten.</p><p>Weil sich, wenn ich an die Leben dieser Menschen denke, nicht bloss Langeweile in meinem Kopf breit macht, sondern eine Faszination f&#252;r diese Homogenit&#228;t. Eine grosse Ruhe. Ich stelle mir dann vor, wie sch&#246;n sich das anf&#252;hlen muss, wie klar, wie ruhig, wie determiniert, wie rund, wenn man weiss, dass es diese eine Sache gibt, die man liebt, und die man regelm&#228;ssig wiederholt. Dieser Halt, der damit einhergeht. Diese Ruhe, dieser Fokus.</p><h4>Das eine Internet, die Milliarden kleiner Welten</h4><p>Seit das Digitale unseren Alltag immer st&#228;rker durchdringt, durchdringt auch das Kleinteilige unsere Leben. Die vielen Optionen, die vielen Farben, die vielen Meinungen. Aber auch die vielen verschiedenen Richtungen, die unterschiedlichen Zeiten, die kleinen und grossen Aufgaben auf all den verschiedenen Kan&#228;len. </p><p>Es gibt zwar das eine Internet, doch darin sind Milliarden kleiner Welten. Und das Internet gibt uns wenig Halt. Weil alles jederzeit verf&#252;gbar ist. Weil das Internet keine &#214;ffnungszeiten hat. Keinen Rhythmus. Was seine ganz tollen Seiten hat, weil wir jederzeit alles k&#246;nnen. Doch es fehlt darin auch eben: Struktur. Und es ist nicht bloss das Internet. Wann sind wir als Gesellschaft, als Familie, als Partnerinnen, als Arbeitnehmende, ja, sogar in der Kirche, noch zur selben Zeit am selben Ort?</p><p>Wir sollten in unseren Leben wieder mehr Anker haben. Als Individuen und als Gesellschaft. Wiederholungen, die uns Struktur und Halt geben. Und die uns gemeinschaftlich zusammenwachsen lassen.</p><p>Dem Alltag wohnt ein Puls inne</p><p>Und doch k&#246;nnen wir Wiederholung breiter denken. Als Rhythmus. Was bedeutet, dass dem Alltag, dem Leben ein Puls, ein Ton, ein Wechsel innewohnt. Ein Rhythmus eben, nach der Definition von Wikipedia ein &#8220;gleichm&#228;ssiger Wechsel, eine regelm&#228;ssige Wiederkehr, ein Gleichmass&#8221;. In welcher Form: egal. In welchem Wechsel: egal. In der Sprachwissenschaft wird Rhythmus definiert als &#8220;Gliederung des Sprachablaufs durch Wechsel von langen und kurzen, betonten und unbetonten Silben, durch Pausen und Sprachmelodie&#8221;. Was ich sehr sch&#246;n finde. Weil wir das auch auf unser Leben ausweiten k&#246;nnen und fragen:</p><p><em>Wann will ich etwas kurz tun? Und wann &#252;ber lange Zeit?</em></p><p><em>Was tue ich intensiv, und dann wieder zur&#252;ckhaltend?</em></p><p><em>Wann schlafe ich N&#228;chte durch, und wann nicht?</em></p><p><em>Wann spaziere ich nur kurze Wege, und wann lange?</em></p><p><em>Wann mache ich Pause? Und wann beginne ich?</em></p><p><em>Welchen Dingen widme ich mich jeden Tag, welchen einmal im Monat, und ist Rhythmus nicht auch, dass ich alle vier Jahre im Sommer alleine ans Meer fahre?</em></p><p><em>Und: Ist nicht auch der Holunderbl&#252;tensirup mit Sprudelwasser Rhythmus, den ich immer dann trinke, wenn ich mich tr&#246;sten will?</em></p><p>xoxo, Anna</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/du-hasst-wiederholung-probiere-es?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/du-hasst-wiederholung-probiere-es?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><div><hr></div><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="http://www.anna-miller.ch/masterclass">Masterclass</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Weniger scrollen? Ganz löschen! Warum radikale Entscheidungen leichter sind als kleine Schritte]]></title><description><![CDATA[Wir haben jeden Tag unz&#228;hlige Entscheidungen zu treffen. Doch wenn du den richtigen Domino-Stein findest, fallen viele Dinge von selbst von dir ab.]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/die-eine-entscheidung-die-dich-freier</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/die-eine-entscheidung-die-dich-freier</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 30 Jan 2026 06:00:45 GMT</pubDate><enclosure url="https://images.unsplash.com/photo-1607466095663-36a94384b40e?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHwxMXx8b25lfGVufDB8fHx8MTc2NzE4MzExMHww&amp;ixlib=rb-4.1.0&amp;q=80&amp;w=1080" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a><figcaption class="image-caption">Photo by <a href="https://unsplash.com/@whatuprell">Dorrell Tibbs</a> on <a href="https://unsplash.com">Unsplash</a></figcaption></figure></div><p>Ich weiss noch, wie ich im Zug durch Japan sass, 2022, mit mir kaum mehr als das, was in einen 40 Liter Rucksack passt, Monate freie Zeit vor mir, aber in meinem Kopf immernoch alles: voll. </p><p>Gedanken an meine Projekte. Gedanken an die Reiseroute. All die offenen W&#252;nsche, Fragen, Entscheidungen, die ich immer mit mir schleppe. </p><p>Ich hatte kaum mehr als f&#252;nf Paar Unterhosen eingepackt, mein Gep&#228;ck so leicht, dass ich es &#252;berall hintragen konnte, aber mein gedankliches Leben war noch immer so gef&#252;llt, dass es mir schien, dass ich ein ganzes Haus daf&#252;r brauchte, um alles zu verstauen. </p><p>Dann las ich das Buch <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/The_One_Thing_(book)">&#8220;the one thing&#8221;</a> von Gary Keller. </p><p>Und damit kam die eine Frage in mein Leben, die ich mir seither oft stelle:</p><div class="pullquote"><h3>Welche eine Sache, die du entscheiden kannst, macht alles andere einfacher oder &#252;berfl&#252;ssig? </h3></div><p>Im Grunde geht es um die Idee, dass eine Entscheidung, wenn es denn die richtige ist, also diejenige mit der gr&#246;ssten Hebelwirkung, sehr viele andere Entscheidungen &#252;berfl&#252;ssig macht. Weil Entscheidungen Willenskraft, Planung, Energie und Nerven brauchen. Und wir die nicht immer haben wie Sand am Meer.</p><p>Doch findest du den richtigen Domino-Stein, fallen andere Dinge leichter, ordnen sich neu oder werden &#252;berfl&#252;ssig. Nicht, weil du mehr Disziplin hast, sondern weil du dein Leben so einrichtest, dass das Wichtige weniger Widerstand hat und das Unwichtige von selbst wegf&#228;llt.</p><p>Wenn du also beispielsweise ges&#252;nder leben willst und dich mehr bewegen, kannst du dir vornehmen, ein Fitness-Abo abzuschliessen, neue Sportkleidung zu kaufen, deinen Arbeitsplan an die Trainingsstunden anzupassen, mehr Gem&#252;se zu kaufen - you name it. </p><p>Oder du kaufst dir einen Hund. </p><p>Der Hund wird dich die kommenden 15 Jahre mindestens dreimal t&#228;glich vor die T&#252;r zwingen, ob du Lust hast oder nicht. Du wirst mit diesem Hund mit der gr&#246;ssten Wahrscheinlichkeit mehr laufen, &#246;fter an der frischen Luft sein, neue Wege gehen. Automatisch. Aufgrund einer einzigen Entscheidung.</p><p>Nat&#252;rlich k&#246;nnen wir nicht alle einen Hund kaufen. Wollen wir auch nicht. Doch wir k&#246;nnen uns immer wieder fragen: Welche eine Entscheidung macht alle anderen einfacher oder &#252;berfl&#252;ssig? Welcher <em>power move</em>? Welches <em>one thing</em>? </p><h4>Einfach? Nein, aber radikal wirksam</h4><p>Ob in der Beziehung, im Job, im Digitalen: Manchmal sind die wichtigsten Entscheidungen nicht die einfachsten, aber doch die radikal wirksamsten. </p><p>Die Trennung.</p><p>Der Jobwechsel.</p><p>Oder sowas wie: Social Media l&#246;schen. Nicht weniger scrollen, nicht Zeitlimite. Sondern weg damit. Das eliminiert automatisch 90 Prozent des Rauschens. </p><p>Oder: Den Laptop gar nicht erst nach Hause mitnehmen, sondern bei der Arbeit lassen. Der Moment wird kommen, wo du auf Galaxus bestellen willst oder nur mal kurz was nachschauen. Vielleicht wirst du dich auch kurz &#228;rgern, dass du das neue Rezept nicht mit Chatgpt besprechen kannst. Doch du wirst Stunden Zeit und Ruhe gewinnen. Und am Ende automatisch wieder eine halbe Stunde ans Klavier sitzen. Wegen dieser einen Handlung, das Ger&#228;t im B&#252;ro zu lassen.</p><p>Damals in Japan entschied ich mich, mein Projekt, das ich damals aufbauen wollte, fallen zu lassen. Die Webseite vom Netz zu nehmen. Den Namen zu l&#246;schen. Das fiel mir alles andere als leicht. Doch mit dieser Entscheidung fiel von einem Moment auf den anderen so vieles von mir ab, dass sie richtig war.</p><p><strong>Welche eine Sache kannst du jetzt beschliessen, beginnen, abschliessen, die dich wirklich erleichtert? </strong></p><p>xoxo, Anna </p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/die-eine-entscheidung-die-dich-freier?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/die-eine-entscheidung-die-dich-freier?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><div><hr></div><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="http://www.anna-miller.ch/masterclass">Masterclass</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p><p></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Warum 2026 dein Offline-Jahr wird]]></title><description><![CDATA[Wir wollen alle &#246;fter offline sein. Doch nie war der Zeitpunkt g&#252;nstiger, es wirklich zu wagen.]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-2026-dein-offline-jahr-wird</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-2026-dein-offline-jahr-wird</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 16 Jan 2026 06:00:35 GMT</pubDate><enclosure url="https://images.unsplash.com/photo-1611013621071-3c61e9a7b513?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHwxMjl8fHBvdHRlcnl8ZW58MHx8fHwxNzY2NzY1OTM0fDA&amp;ixlib=rb-4.1.0&amp;q=80&amp;w=1080" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://images.unsplash.com/photo-1611013621071-3c61e9a7b513?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHwxMjl8fHBvdHRlcnl8ZW58MHx8fHwxNzY2NzY1OTM0fDA&amp;ixlib=rb-4.1.0&amp;q=80&amp;w=1080" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://images.unsplash.com/photo-1611013621071-3c61e9a7b513?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHwxMjl8fHBvdHRlcnl8ZW58MHx8fHwxNzY2NzY1OTM0fDA&amp;ixlib=rb-4.1.0&amp;q=80&amp;w=1080 424w, https://images.unsplash.com/photo-1611013621071-3c61e9a7b513?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHwxMjl8fHBvdHRlcnl8ZW58MHx8fHwxNzY2NzY1OTM0fDA&amp;ixlib=rb-4.1.0&amp;q=80&amp;w=1080 848w, 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fetchpriority="high"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a><figcaption class="image-caption">Photo by <a href="https://unsplash.com/@earl_plannerzone">Earl Wilcox</a> on <a href="https://unsplash.com">Unsplash</a></figcaption></figure></div><p>Wie oft haben wir uns schon geschworen: Ich lege das Ding weg.</p><p>&#214;fter mal spazieren.</p><p>Mehr B&#252;cher lesen. </p><p>Endlich mal einen Film zu Ende schauen, ohne nebenher noch zu scrollen. </p><p>Eile mit Weile wieder spannend finden (stimmt nat&#252;rlich nicht, war es nie, aber you get the point). </p><p>Ich glaube, nie war der Moment f&#252;r dich g&#252;nstiger als jetzt, es endlich zu tun: Dein Leben wieder mehr offline zu leben. </p><p>Warum? Weil:</p><ol><li><p>Das offline sein erf&#228;hrt gerade einen Hype. Die Leute sind m&#252;de vom digitalen Dauerrauschen, es &#246;ffnen Offline-Clubs in Amsterdam, Berlin und Z&#252;rich, die Leute posten auf Social Media, wie sie alte B&#252;cher lesen und wieder g&#228;rtnern. Und was im Trend liegt, ist einfacher umzusetzen. Weil wir keine Insel sind. Weil wir Menschen um uns herum brauchen, die das gleiche tun wie wir. Erinnerst du dich daran, wie du eine Zigarette nach der anderen geraucht hast? Und? Heute? Eben. </p></li><li><p>Endlich sprechen wir gesellschaftlich dar&#252;ber, wie toxisch Social Media und das st&#228;ndige digitale Pr&#228;sentsein sein k&#246;nnen. Und erkennen die negativen Folgen an. Gleichzeitig wird die Welt immer digitaler. Umso besser, wenn du dich sp&#228;testens jetzt fragst: Wie will ich leben? Wann online sein? Wof&#252;r? Wann ist es gut f&#252;r mich und mein Leben, wann macht es alles einfacher, und wann ist es bloss Zeitverschwendung und Vermeidung eigener Gef&#252;hle? <a href="https://www.anna-miller.ch/verbunden-kurs">Fragen stellen und Antworten finden kannst du beispielsweise in meinem Kurs</a>. Und gemeinsam mit anderen.</p></li><li><p>Die Welt geht vor die Hunde. Wir haben vielleicht in ein paar Monaten oder Jahren nicht mehr die Freiheit, die wir jetzt haben, die politische Stabilit&#228;t, die wir jetzt kennen, die Chancen, die Jugend, die Gesundheit. Was willst du tun, mit deiner Zeit? Du kennst die Antwort&#8230; <a href="https://www.anna-miller.ch/verbunden-kurs">Also los jetzt, das Jahr ist noch jung! </a></p></li><li><p>KI wird uns &#252;berrollen, uns noch mehr Druck machen, uns noch mehr Antworten liefern, uns noch mehr tun und abarbeiten und l&#246;sen und diskutieren lassen. Der Moment, digital mal alles hinzuschmeissen und in die radikale Antibewegung zu gehen, war nie besser. Weil du nicht gewinnen kannst. Du kannst nicht so schnell, so effizient, so allumfassend sein wie die KI. Du kannst dich nicht noch weiter digital ersch&#246;pfen bis zum Umfallen. Aber du kannst dich dazu entscheiden, alles mal kurz hinzuschmeissen, die Ger&#228;te abzuschalten, ein Buch in die Hand zu nehmen oder dich hinzulegen und an die Decke zu starren und dich in der radikalen, politischen Haltung des Nichtstuns zu &#252;ben. Das ist echte Revolution. Und: Dein Nervensystem wird es dir danken. </p></li><li><p>Nichts und niemand im Internet, egal, wie schillernd es ist und wie sehr es uns mit Dopamin f&#252;ttert, wird Gutes Essen ersetzen. Guten Sex. Echte N&#228;he. Wirkliche Zufriedenheit. K&#246;rperliche Beweglichkeit. Egal, wie digital rauschend die Party war, wir erkennen langsam alle: Wir haben immernoch einen K&#246;rper. Und ein Gehirn, das nicht ewig mit digitalem Stress geflutet werden kann. Du brauchst physische N&#228;he und echten Austausch im dreidimensionalen Raum genauso wie alle anderen Menschen auf dieser Welt. Also raus mit dir, wir treffen uns draussen! </p><p></p></li></ol><p>Bis bald, Lieblingsmensch!</p><p>xoxo, Anna</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-2026-dein-offline-jahr-wird?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-2026-dein-offline-jahr-wird?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><div><hr></div><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="http://www.anna-miller.ch/masterclass">Masterclass</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Familie und Trigger: Warum wir am Esstisch immer wieder zwölf Jahre alt sind]]></title><description><![CDATA[Wir sind erwachsen, reflektiert, therapiert - und dann reicht ein Satz unserer Mutter, und alles ist wieder da. Warum Familie das einzige System ist, das unsere Entwicklung zuverl&#228;ssig ignoriert.]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-dich-deine-familie-so-treffen</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/warum-dich-deine-familie-so-treffen</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 05 Dec 2025 06:01:48 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0oO5!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcab1674d-1e57-4ea7-980a-43e1ff8d07ce_2832x2124.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0oO5!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcab1674d-1e57-4ea7-980a-43e1ff8d07ce_2832x2124.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0oO5!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcab1674d-1e57-4ea7-980a-43e1ff8d07ce_2832x2124.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0oO5!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcab1674d-1e57-4ea7-980a-43e1ff8d07ce_2832x2124.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!0oO5!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcab1674d-1e57-4ea7-980a-43e1ff8d07ce_2832x2124.jpeg 1272w, 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data-attrs="{&quot;src&quot;:&quot;https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/cab1674d-1e57-4ea7-980a-43e1ff8d07ce_2832x2124.jpeg&quot;,&quot;srcNoWatermark&quot;:null,&quot;fullscreen&quot;:null,&quot;imageSize&quot;:null,&quot;height&quot;:2124,&quot;width&quot;:2832,&quot;resizeWidth&quot;:null,&quot;bytes&quot;:2087690,&quot;alt&quot;:null,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/jpeg&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;topImage&quot;:true,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://annamillerjournalist.substack.com/i/178786549?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F70e7f114-8b92-4a44-9774-11b03c5da270_2832x4240.jpeg&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="" 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" 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Nichtmal richtig ankommen, klingeln und auf eine Umarmung warten, fragen, wie der Tag war und mich erstmal in Ruhe dar&#252;ber freuen, dass ich irgendwo dazugeh&#246;re und es bald Geschenke gibt. Sie liegt mir schon in den Ohren, bevor ich &#252;berhaupt da bin. Diese Stimme meiner Tante, schrill und voller Leben, voller Liebe und sehr viel F&#252;rsorge, die ich nie bestellt habe. Diese Frau, die fragt, warum ich diese Strecke gefahren bin, und keine andere? Ist doch klar, dass dort Stau ist und das jeder weiss und anders gefahren w&#228;re? Sag mal, hast du denn nicht die Nachrichten geh&#246;rt, warum h&#246;rst du kein Radio, spinnst du? Und &#252;berhaupt: Ich h&#228;tte auch mal anrufen k&#246;nnen.</p><p>Familie.</p><p>Sie ist das Mahnmal, das uns zuverl&#228;ssig daran erinnert, dass wir noch immer die gleichen Trigger haben wie vor 20 Jahren. Familie ist, dass wir uns nach zwei Minuten in der T&#252;r fragen, warum wir uns das immer noch antun, wir hatten uns doch geschworen: Nie wieder Familienessen, nicht schon wieder Weihnachten, nicht noch ein Sonntag im Sommer auf der Veranda. Nicht schon wieder mit 35 Jahren an einem Tisch sitzen m&#252;ssen und sich Spr&#252;che anh&#246;ren zu allem, was ich scheinbar falsch mache oder noch nicht begriffen habe oder offenbar kommentiert werden muss: Erziehung, Beziehung, politische Einstellung, Frisur, K&#246;rpergewicht, Trennung, Job, Artensterben.</p><h4>Wenn das Erwachsensein pl&#246;tzlich wieder Kindheit wird</h4><p>Warum passiert das immer wieder? Und warum zieht es uns dann doch immer wieder zur&#252;ck, an diesen Familientisch, in dieses Nest, das sich von Weitem wohlig anf&#252;hlt, von Nahem aber so ungem&#252;tlich?</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Project Happy gibt es, weil du mich liest - und meine Texte und den Podcast teilst. Abonniere den Newsletter noch heute - und komm&#8217; in den Circle, wo wir gemeinsam lesen, leben, wachsen und ver&#228;ndern.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p>Kommentare am Familientisch sind selten neutral. Sie treffen uns. Sie &#246;ffnen alte Wunden. Wir h&#246;ren Kritik heraus, einen Angriff auf unsere Identit&#228;t. Weil wir geliebt werden wollen. Weil wir gewachsen sind. Weil wir anders miteinander umgehen. Weil wir doch irgendwie hoffen, dass wir uns anders entwickeln k&#246;nnen, aber trotzdem alle nett und anst&#228;ndig und liebevoll miteinander sind. Und wir uns einfach ertragen, mehr noch: sch&#228;tzen k&#246;nnen.</p><p>Doch stattdessen f&#252;hlen wir uns missverstanden. Verletzt. Gekr&#228;nkt. Und die Menschen, die uns die n&#228;chsten sein sollten, kommen uns pl&#246;tzlich vor wie Fremde.</p><p>Mir hilft es immer, die Psychologie heranzuziehen, weil sie mir hilft, Empathie zu entwickeln. F&#252;r mich selbst und die anderen. Weil sie mir erkl&#228;rt, warum ein Mensch funktioniert, wie er eben funktioniert. Und mir damit auch sagt: Ganz oft hat das alles gar nichts mit dir zu tun.</p><h4>Das Anderssein akzeptieren</h4><p>Schauen wir genauer hin, steckt n&#228;mlich hinter den Kommentaren, Bewertungen und Witzen der Versuch, Halt zu finden. Familie ist ein System, das &#252;ber Wiederholung funktioniert: gleiche Rollen, gleiche Rituale, gleiche Geschichten. Dieses System gibt Sicherheit &#8211; und reagiert empfindlich, wenn etwas ins Wanken ger&#228;t.</p><div><hr></div><p><em>In der aktuellen Folge von <strong>Project Happy - der Podcast</strong> spreche ich dar&#252;ber, wie du Familienessen entspannter &#252;berstehst, alte Muster erkennst und gelassen bleibst &#8211; auch wenn dich deine Familie triggert. H&#246;r gerne rein!</em> </p><p><em>Hier geht&#8217;s zur Podcast-Folge <a href="https://annamillerjournalist.substack.com/p/wie-du-einen-besuch-bei-deiner-familie">&#8222;So &#252;berlebst du Weihnachten mit deiner Familie&#8220;</a> direkt in Substack:</em></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://annamillerjournalist.substack.com/p/wie-du-einen-besuch-bei-deiner-familie&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Podcast-Folge anh&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://annamillerjournalist.substack.com/p/wie-du-einen-besuch-bei-deiner-familie"><span>Podcast-Folge anh&#246;ren</span></a></p><p><em>Oder h&#246;r&#8217; dir die Folge direkt auf <a href="https://open.spotify.com/episode/5P8WZT5C0aAVvRIxRIAlZ3">Spotify </a>und <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/so-%C3%BCberlebst-du-weihnachten-mit-deiner-familie/id1805838471?i=1000739645628">Apple Podcasts</a> an.</em></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://open.spotify.com/episode/5P8WZT5C0aAVvRIxRIAlZ3&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Folge in Spotify h&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://open.spotify.com/episode/5P8WZT5C0aAVvRIxRIAlZ3"><span>Folge in Spotify h&#246;ren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://podcasts.apple.com/us/podcast/so-%C3%BCberlebst-du-weihnachten-mit-deiner-familie/id1805838471?i=1000739645628&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Folge in Apple Podcast h&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/so-%C3%BCberlebst-du-weihnachten-mit-deiner-familie/id1805838471?i=1000739645628"><span>Folge in Apple Podcast h&#246;ren</span></a></p><p><em>Das ist meine letzte Folge f&#252;r 2025 und der Podcast geht in eine kleine Weihnachtspause. Am 09.01.2026 erscheint die n&#228;chste Folge von <strong>Project Happy - der Podcast</strong>.</em></p><div><hr></div><p>Was als Angriff daher kommt, ist in Wahrheit ein unbeholfener Versuch, das Vertraute zu sichern.</p><p>Wenn deine Schwester die Kinderfrage anspricht, obwohl du schon hundert Mal gesagt hast, dass du keine willst, spricht aus ihr nicht nur Neugier oder Bosheit. Sondern innere Spannung. Sie h&#228;lt es schlicht nicht aus, dass etwas anders ist, als sie es kennt.</p><p>Viele Kommentare entstehen in einem Moment solcher innerer Spannung. Jemand sp&#252;rt etwas, das er nicht regulieren kann: Unsicherheit, Angst, vielleicht auch Neid oder Scham. Statt dieses Gef&#252;hl bei sich zu halten, wird es nach au&#223;en abgegeben &#8211; in Form eines Kommentars. Psychologisch ist das ein klassischer Abwehrmechanismus: das Unausgesprochene wird projiziert. Anstatt zu sagen &#8222;Ich bin gerade unsicher, weil du dich ver&#228;nderst&#8220;, kommt heraus: &#8222;Warum bist du so?&#8220;</p><h4>Innere Spannung: Woher die verletzenden Spr&#252;che wirklich kommen</h4><p>Familie macht diese Dynamik besonders sichtbar, weil dort die Schwelle, Emotionen roh und ungefiltert auszudr&#252;cken, viel niedriger ist. Am Esstisch wird nicht reguliert &#8211; am Esstisch wird entladen. Kommentare sind ein Ventil f&#252;r Bindungsangst. Sie entstehen, wenn jemand sp&#252;rt: Etwas verschiebt sich, und ich habe keine Kontrolle dar&#252;ber. Statt die Angst zu benennen, wird einfach von sich gewiesen. Das ist einfacher und weniger bedrohlich.</p><p>F&#252;r das Selbst genauso wie f&#252;r das System Familie als Ganzes: Familie muss so tun, als w&#228;re alles wie immer, um das System zusammen zu halten. Familie funktioniert wie ein Organismus, der sich selbst stabilisiert. Jede:r &#252;bernimmt Rollen &#8211; die Friedensstifterin, der Clown, die Rebellin. Auch wenn du l&#228;ngst erwachsen bist, zieht dich das System zur&#252;ck in deine alte Rolle. Es ist, als w&#252;rde dein Platz am Tisch dich festnageln. Soziologisch betrachtet spiegeln die Kommentare den Wunsch nach Kontinuit&#228;t: Bitte bleib so, damit nichts zerf&#228;llt.</p><h4>Wie du dich sch&#252;tzen kannst </h4><p>Seit ich das verstanden habe, kann ich besser mit diesen Situationen umgehen. Es ist immer noch nervig, es ist immer noch unverst&#228;ndlich oft. Weil ich dann auf meine eigenen Muster pralle: Beispielsweise, zu meinen, jeder Mensch auf dieser Welt m&#252;sse reflektiert sein und wissen wollen, warum er funktioniert, wie er funktioniert.</p><p>Doch das tun sie nicht. Sie sind, wie sie sind, und sie werden es wohl noch lange bleiben. Das &#228;ndert nichts daran, dass der Tisch gedeckt ist. Und ein Platz f&#252;r dich frei. Egal, wie schwierig diese Stunden manchmal sein k&#246;nnen - etwas Sch&#246;nes bleibt. Du geh&#246;rst dazu. Du hast einen Platz in diesem System. Mach&#8217; das Beste draus. Es ist nicht selbstverst&#228;ndlich.</p><p>xoxo, Lieblingsmensch! Auf gute Festtage. Und uns! <br>Anna</p><div><hr></div><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="http://www.anna-miller.ch/masterclass">Masterclass</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Alleinsein lernen: Warum wir die Stille nicht mehr aushalten — und sie gerade jetzt brauchen]]></title><description><![CDATA[Wir sehnen uns nach Ruhe, dann scrollen wir weiter. Die MIT-Professorin Sherry Turkle sagt: Wir haben verlernt, mit uns allein zu sein. Doch genau dieses Alleinsein ist der Boden f&#252;r Verbundenheit.]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/die-kunst-des-alleinseins</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/die-kunst-des-alleinseins</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 21 Nov 2025 06:01:30 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!U7Vp!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdc5f5cf-e21a-4026-a5e0-3f193b4574f5_4000x3000.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!U7Vp!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdc5f5cf-e21a-4026-a5e0-3f193b4574f5_4000x3000.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!U7Vp!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdc5f5cf-e21a-4026-a5e0-3f193b4574f5_4000x3000.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!U7Vp!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdc5f5cf-e21a-4026-a5e0-3f193b4574f5_4000x3000.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!U7Vp!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdc5f5cf-e21a-4026-a5e0-3f193b4574f5_4000x3000.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!U7Vp!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fcdc5f5cf-e21a-4026-a5e0-3f193b4574f5_4000x3000.jpeg 1456w" 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" 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An denen ich durch die Stadt laufe, an einem nebligen Morgen, bevor diese Stadt, die ich liebe, langsam erwacht. Tage, an denen ich einfach in den Tag laufe. Mit Zeit und Raum, mit meinen Gedanken, die mich begleiten. Ich bin dann allein. Allein mit mir, allein mit meiner ganz eigenen Art, die Welt wahrzunehmen. Und ich muss nichts daran &#228;ndern. Muss vor diesem Alleinsein nicht wegrennen. Es nicht mit sozialer Interaktion &#252;berlagern. Mich nicht in Scham vergraben. Mich nicht falsch f&#252;hlen.</p><p>Ich bin an diesen Tagen ein paar Stunden f&#252;r mich allein. Ohne soziales Dauerrauschen. Ohne digitales Dauerrauschen. Und gl&#252;cklich damit.</p><p>Und denke dann auch immer wieder verwundert daran, wie es sonst ist.<br>Wie oft ich vor diesem Alleinsein zur&#252;ckschrecke.<br>Wie sehr es mich &#228;ngstigt.<br>Wie schwer es mir f&#228;llt, mir allein zu gen&#252;gen. Mich als wertvoll und w&#252;rdig zu empfinden, unabh&#228;ngig davon, wer mich in meinem Leben, in meinem Alltag, in diesem konkreten Moment gerade begleitet. Oder eben nicht. Wie ich auch jetzt, nach all den Jahren, &#228;lter und weiser, noch immer Stunden sinnlos im Internet verbringe, statt die Stille auszuhalten. Oder mal wieder etwas wirklich Gutes f&#252;r mich zu tun, zuhause oder draussen, in der Welt. Wie ich mir Stille und Ruhe ersehne, in diesem ganzen L&#228;rm dieser modernen Welt, diese Stille und Ruhe aber kaum aushalte, wenn ich dann endlich mal alleine auf dem Sofa sitze.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Project Happy gibt es, weil du mich liest - und meine Texte und den Podcast teilst. Abonniere den Newsletter noch heute - und komm&#8217; in den Circle, wo wir gemeinsam lesen, leben, wachsen und ver&#228;ndern.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><h4>Alleinsein ist nicht Einsamkeit</h4><p>Das Alleinsein hat in meinem Leben und in unserer modernen Gesellschaft einen schweren Stand. Weil wir Alleinsein mit Einsamkeit gleichsetzen. Dabei sind diese beiden W&#246;rter gegens&#228;tzlich. Einsamkeit ist das subjektive Empfinden von Abgetrenntheit. Wir f&#252;hlen uns nicht zugeh&#246;rig, nicht eingebettet. Nicht verbunden mit anderen, der Welt an sich, einem Ort, einem Ritual, uns selbst. Dabei ist es objektiv nicht zentral, wie eingebunden uns andere erleben. Einsamkeit ist nicht objektiv. Wir k&#246;nnen uns unter 100 Menschen einsam f&#252;hlen, in Momenten des Alleinseins aber gl&#252;cklich.</p><p>Einsamkeit und soziale Isolation haben aber nichts mit Alleinsein zu tun. Anders als Einsamkeit, die oft das schmerzliche Gef&#252;hl sozialer Isolation und mangelnder Verbundenheit mit anderen beschreibt, bietet das Alleinsein Raum, sich von &#228;usseren Erwartungen zu l&#246;sen, den eigenen Gedanken freien Lauf zu lassen und eine tiefere Beziehung zu sich selbst aufzubauen. Das Alleinsein ist eine aktive Entscheidung, in der Stille kreative und emotionale Ressourcen zu aktivieren, und damit die Basis f&#252;r authentische Selbstverbundenheit und gesunde, erf&#252;llende Beziehungen zu schaffen.</p><h4>Warum wir uns f&#252;r das Alleinsein sch&#228;men</h4><p>Doch vielen von uns, auch mir, macht das Alleinsein Angst.</p><p>Die Angst vor sozialen Ausschluss ist so alt ist wie die Menschheit selbst. In unserer Gesellschaft, in der immer mehr Menschen alleine wohnen und leben, gilt paradoxerweise: Wer alleine ist, mit dem stimmt etwas nicht. Singles bekommen im Hotel das kleine Bett. Paare schlafen auf Rosenbl&#228;ttern.</p><p>Wer sich in der &#214;ffentlichkeit dann und dort alleine zeigt, wo die Situation als gemeinschaftlich geframt ist, dem haftet schnell an, dass er es sozial nicht geschafft hat. Nicht selten r&#252;hrt das Gef&#252;hl von Einsamkeit von fr&#252;hen Erfahrungen sozialen Ausschlusses, die im Kindergarten, in der Schule, am Arbeitsplatz nicht abgefedert werden. Viele Menschen, die sich einsam f&#252;hlen, sch&#228;men sich. Daraus entsteht ein Teufelskreis: Wir sch&#228;men uns, also ziehen wir uns noch weiter zur&#252;ck. Denn wer sich sch&#228;mt, wird nicht offen und aktiv &#8211; er versucht, sich und seinen vermeintlichen Mangel zu verstecken.</p><h4>Die Auswirkungen von digitaler Dauerverbundenheit </h4><p>Digitalisierung hat uns zus&#228;tzlich konditioniert, permanent verbunden zu sein. Ohne sie f&#252;hlt sich schon eine Stunde allein sofort bedrohlich an. Der amerikanische Autor Cal Newport nennt das <em>solitude deprivation</em>: den Verlust echter Abgeschiedenheit. Sherry Turkle, Professorin am MIT, sagt: Mit unserem Smartphone in der Tasche verlieren wir die F&#228;higkeit, allein zu sein.</p><p>Dabei w&#228;re es genau jetzt wichtig, mich bewusst ins Alleinsein hineinzugeben. Und zu realisieren: Das unangenehme Gef&#252;hl geh&#246;rt dazu. Es ist bloss der Anfang. Jede Ver&#228;nderung beginnt mit einem ersten, meist unangenehmen Schritt. Mit einem Moment des Ungewohnten. Je &#246;fter wir uns entscheiden, Zeit mit uns alleine zu verbringen, desto einfacher wird es werden.</p><h4>Der Weg zur&#252;ck zu uns selbst</h4><p>Und irgendwann, vielleicht morgen, vielleicht in einem Monat, vielleicht in einem Jahr, werden wir beginnen, uns wohler zu f&#252;hlen. Wir werden durchatmen und diese Verbindung sp&#252;ren, die &#252;brig bleibt, wenn alles andere von uns abf&#228;llt &#8211; all die Pendenzen und Kontakte und Rollen, die wir in unseren Bindungen immer haben. Dann werden wir sp&#252;ren, dass da noch etwas ganz Eigenes auf uns wartet: ein Gef&#252;hl von grosser Freiheit und grosser Verbundenheit mit uns selbst.</p><p>Genau hier liegt das Fundament f&#252;r echte Verbundenheit mit anderen. Denn in dem Moment, in welchem ich mich endlich selbst aushalte, und mich sogar gern bekomme, werde ich jede Party verlassen, die mich auslaugt. Jeden Partner, der mich nicht gut behandelt. Jede Diskussion, die mich herabsetzt. Weil ich weiss: Ich habe die Wahl, mit wem ich mich verbinde. Und ich habe die Ressourcen, wirklich pr&#228;sent zu sein, mit den Menschen, die meine Hinwendung verdienen.</p><p>xoxo, Lieblingsmensch! Auf viel Verbundenheit.</p><p>Anna</p><div><hr></div><p><em>In der aktuellen Folge von <strong>Project Happy - der Podcast</strong> spreche ich dar&#252;ber, wie wir alle lernen k&#246;nnen, die Stille nicht als Feind, sondern als Ressource zu begreifen. Und wie du das Alleinsein &#252;ben kannst. H&#246;r gerne rein!</em> </p><p>Hier geht&#8217;s zur Podcast-Folge <a href="https://annamillerjournalist.substack.com/p/wie-du-einen-abend-allein-uberstehst">&#8222;Alleinsein &#252;ben: So gelingt ein Abend nur mit dir&#8220;</a> direkt in Substack:</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://annamillerjournalist.substack.com/p/wie-du-einen-abend-allein-uberstehst&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Podcast-Folge anh&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://annamillerjournalist.substack.com/p/wie-du-einen-abend-allein-uberstehst"><span>Podcast-Folge anh&#246;ren</span></a></p><p>Oder h&#246;r&#8217; dir die Folge direkt auf <a href="https://open.spotify.com/episode/40mc5VctUQka42XJp5KKJq">Spotify </a>und <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/alleinsein-%C3%BCben-so-gelingt-ein-abend-nur-mit-dir/id1805838471?i=1000737563611">Apple Podcasts</a> an.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://open.spotify.com/episode/40mc5VctUQka42XJp5KKJq&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Folge in Spotify h&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://open.spotify.com/episode/40mc5VctUQka42XJp5KKJq"><span>Folge in Spotify h&#246;ren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://podcasts.apple.com/us/podcast/alleinsein-%C3%BCben-so-gelingt-ein-abend-nur-mit-dir/id1805838471?i=1000737563611&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Folge in Apple Podcast h&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/alleinsein-%C3%BCben-so-gelingt-ein-abend-nur-mit-dir/id1805838471?i=1000737563611"><span>Folge in Apple Podcast h&#246;ren</span></a></p><div><hr></div><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/die-kunst-des-alleinseins?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/die-kunst-des-alleinseins?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><div><hr></div><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="https://www.anna-miller.ch/verbunden-kurs">Kurs Verbunden</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Ich schreibe Bücher über digitale Achtsamkeit — und scrolle trotzdem]]></title><description><![CDATA[Die Scham ist nicht das Scrollen. Die Scham ist die L&#252;cke zwischen Anspruch und Alltag. Warum unsere digitalen R&#252;ckf&#228;lle keine Schw&#228;che sind, sondern Botschaften &#8212; und was sie uns sagen wollen.]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/digitale-sucht-was-sie-dir-wirklich</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/digitale-sucht-was-sie-dir-wirklich</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 07 Nov 2025 06:02:23 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!RwcN!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43aa56e7-883e-42ba-833e-580f5784cd4a_4016x3012.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!RwcN!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43aa56e7-883e-42ba-833e-580f5784cd4a_4016x3012.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!RwcN!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43aa56e7-883e-42ba-833e-580f5784cd4a_4016x3012.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!RwcN!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43aa56e7-883e-42ba-833e-580f5784cd4a_4016x3012.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!RwcN!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F43aa56e7-883e-42ba-833e-580f5784cd4a_4016x3012.jpeg 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class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" 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Ich schreibe B&#252;cher dar&#252;ber, ich gebe Kurse, ich nehme Podcastfolgen auf &#8211; und trotzdem erwische ich mich dabei, wie ich wieder hineinrutsche. Pl&#246;tzlich sitze ich da, scrolle und verliere die Zeit. Obwohl ich doch lesen wollte. Kochen. Mal nichts tun, kreativ sein, rausgehen, mich bewegen.</p><p>Wenn es dir so geht wie vielen Menschen, die digital achtsamer sein wollen, kennst du dieses Gef&#252;hl sicher auch. Diese Scham. Dieses schlechte Gewissen. Dieses Gef&#252;hl, gescheitert zu sein. Schon wieder. Weil doch dein Anspruch so gro&#223; ist, es besser zu machen. Die Diskrepanz zwischen Anspruch und gelebtem Alltag kratzt am Selbstwert. Vielleicht denkst du dann auch: Bin ich schwach? Gen&#252;gt meine Disziplin nicht? Genau in diesem Moment entsteht der Schmerz &#8211; nicht, weil du online warst, sondern weil du dachtest, du d&#252;rftest es nicht sein.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Project Happy gibt es, weil du mich liest - und meine Texte und den Podcast teilst. Abonniere den Newsletter noch heute - und komm&#8217; in den Circle, wo wir gemeinsam lesen, leben, wachsen und ver&#228;ndern.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><h4>Was hinter deinem Scrollen wirklich steckt</h4><p>Du bist damit nicht allein. Dein Verhalten hat Gr&#252;nde. Und diese zu erforschen, ist ein Geschenk. Weil dein Verhalten dir spiegelt, wonach du dich sehnst. Vielleicht erwischt es dich nach einer intensiven Phase von Deep Work, wenn dein Gehirn nach Entlastung verlangt. Oder nach einem Streit, wenn du Trost suchst. Vielleicht f&#228;llst du an einem einsamen Abend rein, oder dann, wenn du es emotional nicht aush&#228;ltst, im Wartezimmer auf die Diagnose zu warten.</p><h4>Deine R&#252;ckf&#228;lle sind Botschaften</h4><p>Deine &#8220;R&#252;ckf&#228;lle&#8221; sind auch Hinweise. Sie zeigen dir, was dir fehlt: Pause, N&#228;he, Ruhe, Spiel. Digitale Achtsamkeit hei&#223;t nicht, perfekt zu funktionieren, sondern bewusst zu sein. Deine W&#252;rde zu behalten. Eine Wahl zu haben. Kleine Schritte zu gehen.</p><p>Fr&#252;her habe ich mich oft f&#252;r diese Momente gesch&#228;mt. Ich sah mein Verhalten als Scheitern. Doch heute wei&#223; ich: Diese Momente sind unglaublich wertvoll. Weil sie mir zeigen, was ich wirklich brauche.</p><div><hr></div><p>Dar&#252;ber spreche ich in der aktuellen Folge von Project Happy: &#8222;<a href="https://annamillerjournalist.substack.com/p/dein-digitales-eskalieren-feiern">Warum deine digitalen R&#252;ckf&#228;lle Wegweiser sind</a>&#8220;.</p><p>Hier geht&#8217;s zur Podcast-Folge direkt in Substack:</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://annamillerjournalist.substack.com/p/dein-digitales-eskalieren-feiern&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Podcast-Folge anh&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://annamillerjournalist.substack.com/p/dein-digitales-eskalieren-feiern"><span>Podcast-Folge anh&#246;ren</span></a></p><p>Oder h&#246;r&#8217; dir die Folge direkt auf <a href="https://open.spotify.com/episode/32ETNyIPXozS9EOsRJQjo4">Spotify </a>und <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/project-happy-der-podcast/id1805838471">Apple Podcasts</a> an.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://open.spotify.com/episode/32ETNyIPXozS9EOsRJQjo4&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Folge in Spotify h&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://open.spotify.com/episode/32ETNyIPXozS9EOsRJQjo4"><span>Folge in Spotify h&#246;ren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://podcasts.apple.com/us/podcast/warum-deine-digitalen-r%C3%BCckf%C3%A4lle-wegweiser-sind/id1805838471?i=1000735550137&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Folge in Apple Podcast h&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/warum-deine-digitalen-r%C3%BCckf%C3%A4lle-wegweiser-sind/id1805838471?i=1000735550137"><span>Folge in Apple Podcast h&#246;ren</span></a></p><div><hr></div><p>Wenn dir jemand einf&#228;llt, der das h&#246;ren sollte &#8211; schick ihm diese Zeilen oder die Folge weiter.</p><p>xoxo, Lieblingsmensch, aufs Scheitern und immer wieder Aufstehen!</p><p>Anna</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/digitale-sucht-was-sie-dir-wirklich?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/digitale-sucht-was-sie-dir-wirklich?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><div><hr></div><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="https://www.anna-miller.ch/verbunden-kurs">Kurs Verbunden</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Zwischen Nacht und Tag: Warum der frühe Morgen der letzte stille Ort ist]]></title><description><![CDATA[Kein Gesch&#228;ft hat auf, kein Handy klingelt, niemand will etwas von mir. In einer Welt, die nie offline geht, ist der Morgen der einzige Raum, der noch ganz mir geh&#246;rt.]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/zwischen-nacht-und-tag</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/zwischen-nacht-und-tag</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 31 Oct 2025 06:00:40 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!KQqB!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F75b90da0-d8c5-4fb5-84f5-ea6ffc308395_5355x4016.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!KQqB!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F75b90da0-d8c5-4fb5-84f5-ea6ffc308395_5355x4016.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!KQqB!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F75b90da0-d8c5-4fb5-84f5-ea6ffc308395_5355x4016.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!KQqB!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F75b90da0-d8c5-4fb5-84f5-ea6ffc308395_5355x4016.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!KQqB!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F75b90da0-d8c5-4fb5-84f5-ea6ffc308395_5355x4016.jpeg 1272w, 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Unsplash&quot;,&quot;title&quot;:null,&quot;type&quot;:&quot;image/jpeg&quot;,&quot;href&quot;:null,&quot;belowTheFold&quot;:false,&quot;topImage&quot;:true,&quot;internalRedirect&quot;:&quot;https://annamillerjournalist.substack.com/i/172747497?img=https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Fc7ad7343-652a-4283-9376-b3aa013716a4_6016x4016.jpeg&quot;,&quot;isProcessing&quot;:false,&quot;align&quot;:null,&quot;offset&quot;:false}" class="sizing-normal" alt="Foto von Liana S auf Unsplash" title="Foto von Liana S auf Unsplash" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!KQqB!,w_424,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F75b90da0-d8c5-4fb5-84f5-ea6ffc308395_5355x4016.jpeg 424w, 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stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" 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Wenn es noch so fr&#252;h ist, dass nichtmal der Himmel schon eine Farbe hat. Wenn die Luft noch k&#252;hl ist, von einer Nacht, in der sich die Welt erholt hat von all den Anstrengungen des Tages davor. Wenn ich aus irgendwelchen unerfindlichen Gr&#252;nden zu fr&#252;h erwache, was ich selten tue.</p><h4>Die stille Magie des fr&#252;hen Morgens</h4><p>Wenn ich erwache und scheinbar bereit bin f&#252;r den Tag, und der Tag mich empf&#228;ngt, in einer Stille, in einer Ruhe, die nur der Morgen kennt. Dann scheint die Welt f&#252;r ein paar Stunden mir zu geh&#246;ren. Dann ist noch niemand wirklich auf der Strasse, und die wenigen, die es sind, f&#252;hlen sich mir n&#228;her an, als w&#228;ren wir alte Bekannte, als w&#228;ren wir Nachbarn, wohnhaft in einem gemeinsamen, erwachenden Zustand der Welt.</p><h4>Momente allein mit der Welt</h4><p>Wenn ich fr&#252;h morgens ans Ufer eines Sees stehe, und er so unber&#252;hrt ist, seine Oberfl&#228;che so glatt, sein Wasser so neu. Wenn ich morgens durch die fast noch leeren Gassen der Altstadt laufe und &#252;ber die Holzbr&#252;cke, die so menschenleer ist, so weit, wo ich f&#252;r einmal kurz Platz finde, die alten Bretter unter meinen F&#252;ssen sp&#252;ren kann, sogar lauschen, wie sie klingen, wenn sie sich bewegen. </p><p>Wenn ich auf einem Berg stehe und zuschaue, wie die Sonne am Horizont hervortritt, langsam, aber so klar, dass ein neuer Tag nun kommt und sie diejenige ist, die ihn einl&#228;utet, komme, was wolle. Wenn da diese Stille ist und alle noch schlafen und ich mich an den Tisch setze und schreibe.</p><p>Mir war nie klar, warum morgens um Sieben kein Mensch in den See geht, und abends um Sechs alle. Warum die Leute daran leiden, morgens um Sechs arbeiten zu gehen, aber morgens um Zehn ist es dann okay, in einem B&#252;ro zu sitzen und Emails zu beantworten, die einen nicht interessieren. </p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Project Happy gibt es, weil du mich liest - und meine Texte und den Podcast teilst. 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Wann sind wir alleine, auf eine gute Art und Weise? Wo und wann finden wir sie, diese Momente, in denen unsere Seele einfach Ruhe ist, wir wach sind, ohne m&#252;de zu sein, wir warten k&#246;nnen, ohne Zeit zu verschwenden? Wann bin ich alleine mit der Welt, und sie mit mir?</em></p><h4>Zwischen Nacht und Tag: Der geheime Ort der Ruhe</h4><p>Kurz habe ich &#252;berlegt, es niemandem zu sagen. Doch ich sage es dir: Ich habe das Gl&#252;ck gefunden, es wohnt zwischen Nacht und Tag, zwischen Himmel und Erde, an diesem Ort, an den fast niemand hinkommt, weil sie alle noch schlafen. </p><p>Es ist ein sch&#246;ner Ort, er ist voller Verheissung, voller Liebe f&#252;r das Leben und rein. Dieser Ort will nichts von uns, er h&#228;lt alles bereit, er sagt nichts, obwohl alles in ihm liegt. </p><p>Er sagt bloss: Willkommen in meinem Zwischenraum, hier hast du genug Platz f&#252;r alles, was du bist und warst und sein willst, und keiner, mit dem du das jetzt absprechen musst.</p><p>xoxo, Lieblingsmensch. Bis bald!</p><p>Anna</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/zwischen-nacht-und-tag?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/zwischen-nacht-und-tag?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><div><hr></div><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a 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isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/hyperfokus-vom-feuer-im-kopf</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 17 Oct 2025 05:01:08 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q-uf!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F51cfbcc7-8e4f-4331-9634-83bfc4ef444a_3695x2771.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q-uf!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F51cfbcc7-8e4f-4331-9634-83bfc4ef444a_3695x2771.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q-uf!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F51cfbcc7-8e4f-4331-9634-83bfc4ef444a_3695x2771.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q-uf!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F51cfbcc7-8e4f-4331-9634-83bfc4ef444a_3695x2771.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q-uf!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F51cfbcc7-8e4f-4331-9634-83bfc4ef444a_3695x2771.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!Q-uf!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F51cfbcc7-8e4f-4331-9634-83bfc4ef444a_3695x2771.jpeg 1456w" sizes="100vw"><img 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stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" 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Ich hacke dann 12 Stunden am St&#252;ck in meinen Laptop, besessen davon, so viel Text wie m&#246;glich zu schreiben, und alles, was mich davon abh&#228;lt, wird mir l&#228;stig. Ich will dann keine Pause machen, weil ich Angst habe, aus meinem Flow zu fallen. An solchen Tagen bin ich unendlich ersch&#246;pft, kriege aber auch sehr viel hin. Solche Tage sind konzentrierte Tage. Fast schon <em>zu</em> konzentrierte Tage. Psychologen nennen meinen Zustand Hyperfokus: ein Zustand maximaler Konzentration, in welchem Zeit und Raum verschwimmen, der Tunnelblick einsetzt und die Synapsen im Gehirn so rasch tanzen und die richtigen Gedanken aneinanderreihen wie Perlen sich zu einer Kette.</p><h4>Wenn Fokus zur Ersch&#246;pfung wird</h4><p>Oft ist es aber eher so, dass ich mich schwer damit tue, Fokus zu finden. Eher rasen meine Gedanken von einem Punkt zum n&#228;chsten und ich kann keine einzige Priorit&#228;t setzen, renne in der Wohnung herum und wollte doch eigentlich ein Glas Wasser holen, aber da, ein St&#252;ck Brot liegt rum, das entsorgt werden muss, soll ich daraus Paniermehl machen? Warum steht da noch eine Tasse, sag mal, war ich schon auf dem Klo, ist die T&#252;r abgeschlossen, welche Uhrzeit haben wir eigentlich, was wollte ich hier? Ich muss mich dann m&#252;hsam aus all der inneren Reiz&#252;berflutung heraussch&#228;len und hoffen, dass ich bis dahin nicht auch noch in die Falle getappt bin, mein Smartphone anzumachen, alle Apps durchzugehen und in die Nachrichtenlage der Welt reinzuschauen, weil dann, ja dann, explodiere ich ganz.</p><p>Hyperfokus f&#252;hlt sich oft an wie Magie: Alles andere verschwindet, nur diese eine Sache bleibt. Ich bin schnell, brillant, verbunden mit allem. Aber er hat auch eine andere Seite. Er ersch&#246;pft mich, &#252;berhitzt mich, l&#228;sst mich leer zur&#252;ck. An manchen Tagen bin ich im ewigen Rausch, an anderen kann ich mich gef&#252;hlt zu nichts aufraffen.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Project Happy gibt es, weil du mich liest - und meine Texte und den Podcast teilst. Abonniere den Newsletter noch heute - und komm&#8217; in den Circle, wo wir gemeinsam lesen, leben, wachsen und ver&#228;ndern.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p>Wenn du genau weisst, wovon ich gerade spreche, ist die Chance hoch, dass du ADHS hast. Und auch wenn nicht: Die heutige Welt ist so berauschend, so digital fesselnd, dass sich die Welt f&#252;r viele von uns auch unabh&#228;ngig von einer ADHS-Diagnose genau so anf&#252;hlt: Dass wir in etwas versinken, das uns so fesselt, dass im Moment nichts anderes mehr z&#228;hlt.</p><p><em>Wann hast du das letzte Mal so intensiv gearbeitet, dass du den Hunger vergessen hast?<br>Wann hast du dich in etwas verloren, so dass du aufgeschaut hast &#8211; und es war pl&#246;tzlich Nacht?<br>Wann hast du zuletzt gemerkt, dass dein K&#246;rper l&#228;ngst Pause brauchte, w&#228;hrend dein Kopf immer noch im Rausch war?<br>Wann wolltest du das letzte Mal bloss kurz nachschauen, wer dir eine Nachricht geschrieben hat, und bist dann eine Stunde sp&#228;ter, wie aus einem Traum, aufgeschreckt?</em></p><h4>Digitaler Hyperfokus: Stunden im Feed verlieren</h4><p>Es gibt ihn, den digitalen Hyperfokus, und wir kennen ihn alle: Stundenlang im Feed, von Reel zu Reel, von Nachricht zu Nachricht. Auch hier: Tunnel. Auch hier: Verlust von Zeit, K&#246;rper, Bed&#252;rfnissen.</p><p>Hyperfokus zeigt sich nicht nur in Produktivit&#228;t. Er kann sich auch auf Negatives richten &#8211; Gr&#252;belschleifen, Selbstzweifel, ein Tunnel voller Ohnmacht. Oder in Gespr&#228;chen, wenn wir uns so sehr in Gedanken verlieren, dass wir anderen keinen Raum lassen. Auch das geh&#246;rt dazu.</p><p>Was ADHS eigen ist, das kennen wir trotzdem manchmal alle: von einem Extrem ins andere zu rutschen. Von Freude in Traurigkeit. Von Rausch in den Abgrund und in die Ersch&#246;pfung.</p><p>Wir tun so, als w&#228;re es logisch, dass wir immer gleichf&#246;rmig funktionieren. Acht Stunden am Tag im B&#252;ro, von Acht bis F&#252;nf. Stabile Beziehung ohne grosses Drama. Rhythmus durch den Tag, immer zur selben Zeit essen.</p><h4>Hyperfokus im Alltag regulieren</h4><p>Doch ist das bei dir wirklich so? Oder w&#252;rdest du dir manchmal w&#252;nschen, dass die Gesellschaft von dir nicht verlangen w&#252;rde, stabil zu sein, damit du eigentlich einfach normal sein k&#246;nntest, im Sinne von: Schwankungen, Zyklen unterworfen?</p><p>Wir, die ADHS und Hyperfokus kennen, k&#246;nnen in wenigen Stunden Dinge erschaffen, f&#252;r die andere Tage brauchen. Wir sp&#252;ren Flow, Leichtigkeit, Ekstase. Doch dann sind wir m&#252;de. Und aus einem genialen Flow kippt alles in die Lethargie oder in die totale, k&#246;rperliche Ersch&#246;pfung.</p><p>Niemand von uns lebt und liebt linear. Wir sind keine Roboter. Und wir leben aber in einem System, das die Dauer wertet, nicht die Intensit&#228;t. Die Anzahl Stunden, nicht die Qualit&#228;t.</p><h4>Hyperfokus: Superkraft mit Verantwortung</h4><p>Hyperfokus ist kein Fehler, keine St&#246;rung. Hyperfokus ist Superkraft und Risiko. Er bringt uns in Flow, macht uns schnell, brillant, tief verbunden &#8211; und er kann uns ersch&#246;pfen, vereinnahmen, sogar in negative Spiralen ziehen. Er ist nicht nur Konzentration, sondern auch ein sozialer Faktor, der Beziehungen fordert. Er zeigt sich im Digitalen ebenso wie im Analogen. Und er verlangt, dass wir lernen, ihn zu regulieren &#8211; mit Pausen, Strukturen, K&#246;rperankern und manchmal auch mit Hilfe von au&#223;en. Und vielleicht steckt darin etwas, das f&#252;r uns alle gilt: Wir funktionieren nicht linear. Wir leben in Rhythmen, in Ausschl&#228;gen, in Phasen von Rausch und Leere.</p><div><hr></div><p>Wenn du magst, h&#246;r dir gerne die aktuelle Folge &#8220;ADHS und Hyperfokus&#8221; meines Podcasts Project Happy an.</p><p>In dieser Folge erz&#228;hle ich, warum Freundschaften im Erwachsenenalter schwieriger sind, was das mit unserer Scham zu tun hat &#8211; und weshalb es trotzdem m&#246;glich ist, immer wieder neue Menschen zu finden, die zu uns passen.</p><p>Hier geht&#8217;s zur Folge <a href="https://annamillerjournalist.substack.com/p/hyperfokus-deine-superkraft-und-ihre">&#8220;ADHS und Hyperfokus&#8221;</a> direkt in Substack.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://annamillerjournalist.substack.com/p/hyperfokus-deine-superkraft-und-ihre&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Podcast-Folge anh&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://annamillerjournalist.substack.com/p/hyperfokus-deine-superkraft-und-ihre"><span>Podcast-Folge anh&#246;ren</span></a></p><p>Oder h&#246;r&#8217; dir die Folge direkt auf <a href="https://open.spotify.com/episode/2bQ4dNgRoAdyzERj4dgtzm">Spotify </a>und <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/hyperfokus-deine-superkraft-und-ihre-schattenseiten/id1805838471?i=1000732126316">Apple Podcasts</a> an.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://open.spotify.com/episode/2bQ4dNgRoAdyzERj4dgtzm&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Folge in Spotify h&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://open.spotify.com/episode/2bQ4dNgRoAdyzERj4dgtzm"><span>Folge in Spotify h&#246;ren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://podcasts.apple.com/us/podcast/hyperfokus-deine-superkraft-und-ihre-schattenseiten/id1805838471?i=1000732126316&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Folge in Apple Podcast h&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/hyperfokus-deine-superkraft-und-ihre-schattenseiten/id1805838471?i=1000732126316"><span>Folge in Apple Podcast h&#246;ren</span></a></p><div><hr></div><p>Teile diesen Text und den Podcast gerne mit Jemandem, den du kennst, der gerne im Flow stecken bleibt. Oder sich daf&#252;r sch&#228;mt, nicht linear zu funktionieren. Ich hoffe, er tr&#246;stet und hilft weiter.</p><p>xoxo, Lieblingsmensch. Bis bald!</p><p>Anna</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/hyperfokus-vom-feuer-im-kopf?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/hyperfokus-vom-feuer-im-kopf?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><div><hr></div><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="https://www.anna-miller.ch/verbunden-kurs">Kurs Verbunden</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Ich habe nie gelernt, Freunde zu finden]]></title><description><![CDATA[Irgendwann stehst du an einem Punkt, an dem du dich einsam f&#252;hlst. Freundschaften verschieben sich, brechen weg &#8211; und die Frage bleibt: Wie finde ich neue Menschen, die wirklich zu mir passen?]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/ich-habe-nie-gelernt-freunde-zu-finden</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/ich-habe-nie-gelernt-freunde-zu-finden</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 03 Oct 2025 05:00:54 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!rkQ1!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff2374eab-b12f-4f14-af39-33cca867c064_3000x1989.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!rkQ1!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff2374eab-b12f-4f14-af39-33cca867c064_3000x1989.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!rkQ1!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff2374eab-b12f-4f14-af39-33cca867c064_3000x1989.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!rkQ1!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff2374eab-b12f-4f14-af39-33cca867c064_3000x1989.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!rkQ1!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2Ff2374eab-b12f-4f14-af39-33cca867c064_3000x1989.jpeg 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stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" 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Ich habe in Z&#252;rich, in Bern, in Hamburg, in M&#252;nchen, in London, in Sarnen gelebt. Ich habe jedes Mal alles neu in Kisten gepackt und wieder ausgepackt, und lange Zeit war es sch&#246;n, sich jedes Mal neu zu erfinden. Das Leben zu sp&#252;ren. Auf dem Boden einer neuen Wohnung zu sitzen, mit nichts au&#223;er mir selbst und einem Schl&#252;ssel in der Hand. Als w&#252;rde ich den Stift ansetzen, auf einem wei&#223;en Blatt. Die Welt, sie war in solchen Momenten immer ein St&#252;ck unber&#252;hrt, neu und voller Verhei&#223;ung.</p><p>Doch diese Bewegung, die Lebendigkeit brachte, brachte auch: Entwurzelung und Trennung.</p><p>Jeder Neuanfang war ein Gl&#252;cksgriff, und gleichzeitig ver&#228;nderte er wieder alles. Als w&#228;ren die W&#252;rfel neu gefallen. Und mit jedem Umzug, mit jedem Abschluss, mit jeder physischen Verschiebung ver&#228;nderten sich auch meine Beziehungen.</p><h4>Wenn N&#228;he zu Distanz wird</h4><p>Pl&#246;tzlich wohnst du nicht mehr neben deiner engsten Freundin. Pl&#246;tzlich ist das Studium zu Ende und dein Freund zieht weg. Pl&#246;tzlich bist du in einem anderen Stadtteil zuhause, und auch wenn alles noch immer erreichbar w&#228;re, blo&#223; diese halbe Stunde Bus, blo&#223; diese eine Stunde Zug, stellst du irgendwann fest: Meine eigene Ver&#228;nderung ver&#228;ndert auch meine Freundschaften.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Project Happy gibt es, weil du mich liest - und meine Texte und den Podcast teilst. Abonniere den Newsletter noch heute - und komm&#8217; in den Circle, wo wir gemeinsam lesen, leben, wachsen und ver&#228;ndern.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><h4>Das Tabu Einsamkeit</h4><p>Die Ratgeber schreiben alle, wie wichtig Freundschaften sind. Dass sie uns gl&#252;cklich machen. Dass Einsamkeit t&#246;tet. Dass wir geliebt werden m&#252;ssen, aufgehoben sein, eingebettet, verstanden und geh&#246;rt, um ein sinnvolles Leben zu leben.</p><p>Doch niemand spricht dar&#252;ber, wie schwer das sein kann. Wie sehr Br&#252;che und Ver&#228;nderungen in unserem Leben auch Freundschaften ver&#228;ndern. Wie anstrengend es ist, wenn du nicht die Gl&#252;ckliche bist, die seit 15 Jahren die gleiche Girl Gang um sich herumhat, diesen <em>Sex and the City </em>Traum einer Gruppe, die ist wie Familie. Niemand spricht &#246;ffentlich &#252;ber die Trauer, die in dir hochsteigt, wenn deine beste Freundin ihr erstes Kind bekommt und ihr euch sagt, dass sich nichts &#228;ndern wird, und sich dann doch alles &#228;ndert.</p><h4>Wie Freundschaft und Selbstwert miteinander verbunden sind</h4><p>Ich wusste schon immer, dass Freundschaften wichtig sind. Doch niemand hat mir gesagt, wie man sie findet. Wie man als Erwachsene neue Freundschaften kn&#252;pft. Wie viel Anstrengung, Geduld und Zeit es braucht, an einem v&#246;llig neuen Ort Beziehungen entstehen zu lassen. Und wie sehr das den Selbstwert angreifen kann.</p><p>Weil wir uns irgendwann fragen: Was, wenn ich niemanden finde? Was, wenn es an mir liegt, dass die Person nicht mehr zur&#252;ckruft, nach dem ersten Abend an der Bar, obwohl ich dachte, wir seien auf der gleichen Wellenl&#228;nge? Woran erkenne ich, wann jemand wirklich zu mir passt und wann er bleibt? Und wie halte ich diesen unsagbaren Zwischenzustand aus, das Alleinsein und gut begleitet mit mir selbst, wenn das, was richtig und echt ist, noch nicht besteht, weil nunmal alles Zeit braucht, und das, was schon da ist, vielleicht doch auf Dauer nicht reicht.</p><p>So sehr wir alle &#252;ber Freundschaften und ihre Bedeutung f&#252;r unsere psychische Gesundheit sprechen, so sehr ist es ein gesellschaftliches Tabu, auszusprechen: Ich f&#252;hle mich einsam. Ich brauche neue Freunde. Und ich wei&#223; nicht, wo und wie ich sie finde. Weil wir eben nicht mehr automatisch die ganze Woche lang neben Mitstudierenden sitzen oder in der Schulpause miteinander Aufgaben l&#246;sen m&#252;ssen. Weil wir nicht mehr alle &#252;ber Jahre am gleichen Ort leben und wohnen und nicht mehr 20 Jahre den gleichen Arbeitgeber haben und den gleichen B&#252;ronachbarn.</p><h4>Warum N&#228;he z&#228;hlt</h4><p>Wir alle erleben Br&#252;che &#8211; nach Beziehungen, beim Umzug, nach Kindern, beim Jobwechsel. Unser Leben ist so modular und beweglich wie nie. Wir bleiben nicht mehr, wo wir geboren sind, wir reisen, wohnen und arbeiten remote. Das Internet verhei&#223;t uns, komplett unabh&#228;ngig von unserem geografischen Standort Beziehungen aufrecht erhalten zu k&#246;nnen. Dass wir diese physische Verwurzelung gar nicht mehr brauchen. Dass es reicht, wenn man sich per Whatsapp h&#246;rt.</p><p>Doch du wei&#223;t: Das stimmt nicht. Wir brauchen Menschen in unserer unmittelbaren N&#228;he. Kaum eine Freundschaft &#252;berlebt gro&#223;e Verschiebungen auf Dauer, wenn wir sie nicht intensiv pflegen. Und auch wenn wir alles richtig machen, auch wenn wir verbunden bleiben, so ver&#228;ndern sich Freundschaften trotzdem.</p><p>Wenn du also gerade an einem Punkt in deinem Leben stehst, an dem du sp&#252;rst: Ich sehne mich nach Freundschaft, nach neuen Beziehungen, nach einer neuen Art von Einbettung, lass mir dir sagen: Du bist nicht allein. Wir meinen alle, das sei ein individuelles Gef&#252;hl, ein einzelnes Versagen. Doch kein Mensch auf der Welt, der sich verschiebt, der Lebenswandel und eigene Entwicklung aktiv und sensibel sp&#252;rt, f&#252;hlt sich nicht manchmal einsam. Einsamkeit ist nicht einfach ein Dauerzustand f&#252;r Einzelne, die am Rande der Gesellschaft stehen.</p><p>Einsam sind wir alle irgendwann.</p><p>Und k&#246;nnen das &#228;ndern. Unter anderem dadurch, dass wir damit beginnen, dar&#252;ber zu sprechen. Und verstehen, wie Freundschaft entsteht: Durch Wiederholung, N&#228;he, Chemie und Lebensphasen.</p><p>Wer w&#228;rst du, wenn du w&#252;sstest, dass du N&#228;he gestalten kannst? Und dass es diese echte, warme Verbundenheit gibt? Und dass du sie suchen und finden kannst?</p><div><hr></div><p>Wenn du magst, h&#246;r dir gerne die aktuelle Folge &#8220;Wie du neue Freunde findest&#8221; meines Podcasts Project Happy an.</p><p>In dieser Folge erz&#228;hle ich, warum Freundschaften im Erwachsenenalter schwieriger sind, was das mit unserer Scham zu tun hat &#8211; und weshalb es trotzdem m&#246;glich ist, immer wieder neue Menschen zu finden, die zu uns passen.</p><p>Hier geht&#8217;s zur Folge &#8220;<a href="https://annamillerjournalist.substack.com/p/wie-du-als-erwachsener-neue-freundschaften">Wie du neue Freunde findest</a>&#8221; direkt in Substack.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://annamillerjournalist.substack.com/p/wie-du-als-erwachsener-neue-freundschaften&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Podcast-Folge anh&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://annamillerjournalist.substack.com/p/wie-du-als-erwachsener-neue-freundschaften"><span>Podcast-Folge anh&#246;ren</span></a></p><p>Oder h&#246;r&#8217; dir die Folge direkt auf <a href="https://open.spotify.com/episode/0pXCFVyGC6tRL1PD4YsikB">Spotify </a>und <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/wie-du-neue-freunde-findest/id1805838471?i=1000729682786">Apple Podcasts</a> an.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://open.spotify.com/episode/0pXCFVyGC6tRL1PD4YsikB&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Folge in Spotify h&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://open.spotify.com/episode/0pXCFVyGC6tRL1PD4YsikB"><span>Folge in Spotify h&#246;ren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://podcasts.apple.com/us/podcast/wie-du-neue-freunde-findest/id1805838471?i=1000729682786&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Folge in Apple Podcast h&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/wie-du-neue-freunde-findest/id1805838471?i=1000729682786"><span>Folge in Apple Podcast h&#246;ren</span></a></p><div><hr></div><p>Wir alle sind irgendwann einsam. Aber niemand bleibt es f&#252;r immer. Und manchmal reicht es, den ersten Schritt zu machen: dar&#252;ber zu sprechen. Vielleicht ist das dein Schritt heute &#8211; h&#246;r in die Folge rein oder teile sie mit jemandem, der das gerade braucht.</p><p>Und lass dich erinnern: Du bist nicht falsch. Du bist liebenswert. Und du wirst deine Menschen finden.</p><p>xoxo, Lieblingsmensch. Bis bald!</p><p>Anna</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/ich-habe-nie-gelernt-freunde-zu-finden?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/ich-habe-nie-gelernt-freunde-zu-finden?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><div><hr></div><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="https://www.anna-miller.ch/verbunden-kurs">Kurs Verbunden</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Digitale Grenzen: Warum wir sie brauchen – und warum sie so schwer sind]]></title><description><![CDATA[Nachrichten, Mails, Erwartungen &#8211; st&#228;ndig zieht etwas an uns. Grenzen w&#228;ren die L&#246;sung. Doch so einfach ist es nicht. Weil Grenzen immer auch Beziehung sind.]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/digitale-grenzen-warum-wir-sie-brauchen</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/digitale-grenzen-warum-wir-sie-brauchen</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 19 Sep 2025 05:01:50 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!hGIR!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F251fad58-8d5c-4923-8f9f-1a5407383b25_2860x2145.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!hGIR!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F251fad58-8d5c-4923-8f9f-1a5407383b25_2860x2145.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!hGIR!,w_424,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F251fad58-8d5c-4923-8f9f-1a5407383b25_2860x2145.jpeg 424w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!hGIR!,w_848,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F251fad58-8d5c-4923-8f9f-1a5407383b25_2860x2145.jpeg 848w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!hGIR!,w_1272,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F251fad58-8d5c-4923-8f9f-1a5407383b25_2860x2145.jpeg 1272w, https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!hGIR!,w_1456,c_limit,f_webp,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F251fad58-8d5c-4923-8f9f-1a5407383b25_2860x2145.jpeg 1456w" 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stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" 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Ich habe Finger und ich habe Muskeln, ich habe ein Gehirn, das mir sagt, wie es geht, ich habe es schon Dutzende Male gemacht. Im Grunde w&#228;re es so einfach. Diese T&#252;r zuzumachen zu diesem digitalen Raum, in dem ich oft den Gro&#223;teil meiner Wachzeit verbringe.</p><p>Einfach den Flugmodus rein.</p><p>Einfach den Ausschaltknopf dr&#252;cken.</p><p>Einfach das Ding weglegen, es vergessen, es liegen lassen, es im Auto lassen, es wegsperren, es an die Wand werfen oder vom Balkon fallen lassen.</p><p>Einfach nicht mehr antworten.</p><p>Einfach sagen: Ich will keinen Kontakt mehr. Ich lese diese E-Mail nicht. Ich bin nicht verf&#252;gbar.</p><p>Hauptsache: Ruhe.</p><p>Doch: Wer macht das schon.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Project Happy gibt es, weil du mich liest - und meine Texte und den Podcast teilst. Abonniere den Newsletter noch heute - und komm&#8217; in den Circle, wo wir gemeinsam lesen, leben, wachsen und ver&#228;ndern.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><p><em>Wann hast du das letzte Mal ein digitales Ger&#228;t ausgeschaltet? So ganz? So, dass der Bildschirm schwarz wurde und das Ding nichts weiter mehr war als: ein Ger&#228;t, still, leblos, glatt, tot?</em></p><p><em>Wann hast du ohne Aufwand, ohne Schuld, ohne Angst f&#252;r Stunden und Tage alles beiseitegelegt und dich nicht mehr drum gek&#252;mmert, ob du digital gerade erreicht werden willst oder nicht, und warst dabei ganz bei dir?</em></p><h4>Das Digitale ist immerzu pr&#228;sent</h4><p>Wir sp&#252;ren es alle: Das Digitale ist zu laut, zu schnell, zu gro&#223; geworden. Es hat sich in unser Leben gefressen und breitet sich aus, es nimmt uns Stunden des Tages weg, es zerstreut uns - und es h&#228;lt uns konstant pr&#228;sent.</p><p>Gleichzeitig sp&#252;ren wir, dass wir unseren Raum besser sch&#252;tzen m&#252;ssen. Grenzen setzen. Vielleicht auch die Art und Weise &#252;berdenken, wie oft und auf welche Art und Weise wir mit anderen digital kommunizieren. Weil wir merken: So kann das nicht weitergehen. Es ersch&#246;pft mich. Es bedr&#228;ngt mich.</p><p><em>Doch warum setzt du sie nicht, die Grenze, auch wenn du wei&#223;t, dass sie gut f&#252;r dich w&#228;re?</em></p><p>Weil es bei Grenzen immer auch um Beziehung geht. Und weil sich im Digitalen oft das Gleiche zeigt wie im Leben sonst auch.</p><p>Sehr viele Menschen k&#246;nnen nur schwer Grenzen setzen. Nicht nur digital, sondern im Leben generell.</p><p>K&#246;nnen am Tisch bei den Eltern zuhause nicht aufstehen und gehen, wenn mal wieder gefragt wird, warum es keine Kinder gibt.</p><p>K&#246;nnen im Meeting nicht den Satz unterbrechen und sagen: Ich spreche gerne weiter, wenn ich deine Aufmerksamkeit habe, und du meine Ideen nicht mehr als deine verkaufst.</p><p>Wir geben irgendwann nach und kaufen das Eis, nachdem wir 25-mal Nein gesagt haben und dann doch irgendwann einknicken, weil sch&#246;nes Wetter ist und Urlaub und wir m&#252;de sind und das Kind uns die Ohren vollschreit und wir einfach nicht immer die perfekten Eltern sein k&#246;nnen, die wir gerne w&#228;ren.</p><p>Wir h&#246;ren l&#228;nger zu, als uns lieb ist, weil wir den anderen nicht kr&#228;nken wollen. Wir ignorieren Sprachnachrichten lieber, als zu schreiben: Bitte, nicht so lange Sprachnachrichten, das macht mich ganz verr&#252;ckt. Wir gehen sonntags in die Mails, obwohl wir nicht arbeiten, weil wir denken, vielleicht ist was am Brennen, vielleicht brauchst du mich.</p><h4>Grenzen setzen erfordert Mut</h4><p>Sobald ein Gegen&#252;ber im Spiel ist, geht es immer auch um das Thema Bindung. Und dann geht es auch immer um Lust, Angst, Vorsicht, Pr&#228;gung, Hoffnung, Wut, Zuneigung und Sehnsucht. Dann kommen Gef&#252;hle ins Spiel und Verlust&#228;ngste, Pflichtbewusstsein und Schuld. Dann k&#246;nnen wir noch so lange sagen:</p><p>Ja, grenz' dich doch einfach besser ab!</p><p>Aber so einfach ist es eben nicht.</p><p>Im Digitalen Grenzen zu setzen, ist eine Lebensaufgabe. Weil das Digitale immer das spiegelt, was auch sonst im Leben ein Thema ist.</p><p>Genau deshalb ist das Thema der digitalen Abgrenzung so wichtig: Weil du nur dann, wenn du deine Grenzen kennst, offen sein kannst. Weil du nur dann, wenn du deine Grenzen setzt, frei werden kannst f&#252;r Geben und Nein sagen mit Liebe, Haltung und Klarheit.</p><div><hr></div><p>Und wenn du dich fragst, wie genau das im Alltag gehen kann &#8211; wie man Grenzen nicht nur denkt, sondern auch &#252;bt und lebt &#8211;, dann h&#246;r gern in meine neue Podcastfolge &#8222;Digitale Grenzen setzen: Wie du Ruhe und Klarheit zur&#252;ckgewinnst&#8220; rein.</p><p>Ich spreche dar&#252;ber, warum es so schwer ist, digital Nein zu sagen, wie du Schritt f&#252;r Schritt emotionale Sicherheit aufbaust und warum dein Nein auch anderen erlaubt, weniger gestresst zu sein und freier zu leben.</p><p>Hier geht&#8217;s zur Folge <em><a href="https://annamillerjournalist.substack.com/p/digitale-grenzen-setzen-wie-du-ruhe">Digitale Grenzen setzen: Wie du Ruhe und Klarheit zur&#252;ckgewinnst </a></em>direkt in Substack.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://annamillerjournalist.substack.com/p/digitale-grenzen-setzen-wie-du-ruhe&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Podcast-Folge anh&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://annamillerjournalist.substack.com/p/digitale-grenzen-setzen-wie-du-ruhe"><span>Podcast-Folge anh&#246;ren</span></a></p><p>Oder h&#246;r&#8217; dir die Folge direkt auf <a href="https://open.spotify.com/episode/2pmp17aR55djT0eNV7B5Wj">Spotify </a>und <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/digitale-grenzen-setzen-wie-du-ruhe-und-klarheit-zur%C3%BCckgewinnst/id1805838471?i=1000727336240">Apple Podcasts</a> an.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://open.spotify.com/episode/2UAKK0YImXrTIp5wSsk1Vm&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Folge in Spotify h&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://open.spotify.com/episode/2UAKK0YImXrTIp5wSsk1Vm"><span>Folge in Spotify h&#246;ren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://podcasts.apple.com/us/podcast/digitale-grenzen-setzen-wie-du-ruhe-und-klarheit-zur%C3%BCckgewinnst/id1805838471?i=1000727336240&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Folge in Apple Podcast h&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/digitale-grenzen-setzen-wie-du-ruhe-und-klarheit-zur%C3%BCckgewinnst/id1805838471?i=1000727336240"><span>Folge in Apple Podcast h&#246;ren</span></a></p><div><hr></div><p>Denn jedes Mal, wenn du das Handy weglegst, wenn du einen Kanal schlie&#223;t oder ein Nein formulierst, entscheidest du, dass dein Raum, deine Ruhe, dein Leben mindestens so wichtig sind wie die Bed&#252;rfnisse anderer. Grenzen sind Selbstachtung. Sie sind der Beginn von Freiheit und Selbstbestimmung.</p><p>Und gleichzeitig sind genau diese Grenzen die Voraussetzung f&#252;r echte N&#228;he. Denn deine Grenzen sind auch Sicherheit f&#252;r dein Gegen&#252;ber. Orientierung. Sie sch&#252;tzen die Beziehung. Weil du dich, wenn du digital eine Grenze setzt, ja auch f&#252;r ein Ja zum Moment aussprichst. Und f&#252;r den Menschen, der in diesem Moment bei dir ist. Und seist das du allein.</p><p>Vergiss nicht: <strong>Verbindung und Verf&#252;gbarkeit sind nicht das Gleiche.</strong> Vielleicht ist genau das die stille Revolution, die wir gerade brauchen: eine Gesellschaft, in der wir uns gegenseitig Raum lassen, auch mal digital weg zu sein &#8211; und trotzdem verbunden zu bleiben.</p><p>Auf gute Grenzen! Ich hab dich lieb.</p><p>xoxo, Anna</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/digitale-grenzen-warum-wir-sie-brauchen?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/digitale-grenzen-warum-wir-sie-brauchen?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><div><hr></div><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="https://www.anna-miller.ch/verbunden-kurs">Kurs Verbunden</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Über Morgenangst, Leistungskultur und die Sehnsucht nach einem langsamen Start]]></title><description><![CDATA[Nichtmal richtig wach, und schon ist sie da: die Sorge, nicht zu gen&#252;gen, den Tag nicht zu schaffen, im Strudel der Aufgaben unterzugehen. &#220;ber die stille Revolution, den Morgen langsam zu beginnen.]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/uber-morgenangst-leistungskultur</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/uber-morgenangst-leistungskultur</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Fri, 05 Sep 2025 05:01:20 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!FKLQ!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F28df6ee1-aaae-47f0-965c-64dbee3ee5e8_1080x810.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!FKLQ!,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F28df6ee1-aaae-47f0-965c-64dbee3ee5e8_1080x810.jpeg" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" 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sizes="100vw" fetchpriority="high"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a><figcaption class="image-caption">Photo by <a href="https://unsplash.com/@jo_negatives">Olegs Jonins</a> on <a href="https://unsplash.com">Unsplash</a></figcaption></figure></div><p>Manchmal wache ich auf und starre an die Decke und die Gedanken rasen schon. Die ganze Welt hat sich gef&#252;hlt schon in mich hineingedr&#228;ngt und festgekrallt, innerhalb von Sekunden, hineingedr&#228;ngt in diesen zarten, doch so verletzlichen Zwischenraum zwischen Traum und Wachsein. Zwischen einem Ort und einer Zeit, die nur mir und meiner Seele geh&#246;rt, und der Version von mir, die scheinbar nur der Welt geh&#246;rt.</p><p>Die funktioniert.</p><p>An alles denkt.</p><p>Alles jonglieren muss.</p><p>An Pl&#228;ne und to do&#8217;s herumdenkt und daran, was ich alles noch nicht getan habe und was noch zu tun w&#228;re. An all das, was ich zu sein meine, aber noch nicht bin und vielleicht nie sein werde.</p><p>All die Last eines vollen Lebens, eines vollen Terminkalenders, einer vollen, digitalen, verr&#252;ckten Welt lastet pl&#246;tzlich auf meinen Schultern, noch bevor ich einen richtigen, tiefen Atemzug nehmen kann und mir klarmachen: Mein Gott, ich lebe, das ist doch ein Wunder, was soll jetzt schon passieren.</p><p>So wie mir geht es sehr vielen Menschen, vielleicht auch dir: Wir liefern und funktionieren f&#252;r die Welt, aber vergessen uns selbst. Wir sp&#252;ren die anderen, aber sp&#252;ren kaum je noch uns selbst.</p><div class="subscription-widget-wrap-editor" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Abonnieren&quot;,&quot;language&quot;:&quot;de&quot;}" data-component-name="SubscribeWidgetToDOM"><div class="subscription-widget show-subscribe"><div class="preamble"><p class="cta-caption">Project Happy gibt es, weil du mich liest - und meine Texte und den Podcast teilst. Abonniere den Newsletter noch heute - und komm&#8217; in den Circle, wo wir gemeinsam lesen, leben, wachsen und ver&#228;ndern.</p></div><form class="subscription-widget-subscribe"><input type="email" class="email-input" name="email" placeholder="E-Mail-Adresse eingeben &#8230;" tabindex="-1"><input type="submit" class="button primary" value="Abonnieren"><div class="fake-input-wrapper"><div class="fake-input"></div><div class="fake-button"></div></div></form></div></div><h4>Wann geh&#246;rte der Morgen das letzte Mal nur dir alleine?</h4><p>Wir beginnen unsere Tage schon mit hunderten Gedanken und Gef&#252;hlen der anderen, den Anforderungen der Anderen, den Sorgen und Bed&#252;rfnisse der Anderen, aber stellen uns hintenan. Wir liegen noch im Bett und greifen schon zum Smartphone, halbwach, um das Tor zu einer ganzen Welt zu &#246;ffnen, zu den Tausenden, abertausenden Gef&#252;hlen und Problemen von uns fremden Menschen.</p><p>Wir gehen, kaum die Augen aufgeschlagen, in Gedanken schon die Pendenzen f&#252;rs Meeting durch oder die Einkaufsliste, wir drehen uns zu unserer Partnerin um oder stehen auf und wecken unsere Kinder, um ihnen Liebe zu geben, Nahrung und Aufmerksamkeit, eine Tagesstruktur, was man eben tut, als Mensch, der <em>cared</em>.</p><p>Und so geht das den ganzen Tag weiter. Bis wir uns abends traurig und leer in ein Bett fallen lassen, um m&#246;glichst viel Schlaf zu kriegen, den wir so dringend brauchen, um am n&#228;chsten Morgen wieder f&#252;r alle zu leisten.</p><p><em>Doch wann hast du eigentlich das letzte Mal f&#252;r dich selbst gecared, morgens? </em></p><p><em>Als erste Handlung des Tages? </em></p><p><em>So lange, wie du es brauchst? </em></p><p><em>So, wie du es brauchst? </em></p><p><em>Wann hast du dich wirklich frei gef&#252;hlt, dich einfach mal in Ruhe zu lassen, so, wie du bist? </em></p><p><em>Dich nicht schon morgens mit einer Instagram-perfekten Morgenroutine belastet, mit Yoga und Meditation, obwohl du das gar nicht magst, mit Sport, obwohl du eigentlich doch lieber l&#228;nger geschlafen h&#228;ttest, mit &#8222;komme sofort&#8220;, wenn du doch lieber gesagt h&#228;ttest: Lasst mich mal kurz alle in Ruhe?</em></p><p><em>Wann hast du das letzte Mal wirklich einen Morgen gehabt, einen Start in den Tag, der nur dir geh&#246;rte? </em></p><p><em>Der so langsam anfing, wie es gut f&#252;r dich ist? </em></p><p><em>Der dir den Raum gab, dich zu sp&#252;ren? </em></p><p><em>Wo kein Druck der Welt auf dir lastete, und du keinerlei Erwartungen zu erf&#252;llen hattest?</em></p><p>Wo einfach mal Ruhe war. Im Kopf. Im K&#246;rper. In deiner Seele. In deinem Raum.</p><p>Auch wenn das f&#252;r dich gerade klingt wie ein ferner, l&#228;cherlicher, naiver Traum, weil du Kinder hast, eine Partnerschaft, ein Email-Postfach, das du schon vor Arbeitsbeginn durchforsten musst, um &#252;berhaupt mit der Arbeit beginnen zu k&#246;nnen: Ein solcher Morgen ist m&#246;glich.</p><p>Er ist nicht nur m&#246;glich, er ist eine Notwendigkeit.</p><div><hr></div><p>In der <strong>aktuellen Folge von Project Happy - der Podcast</strong> spreche ich &#252;ber all das. Und &#252;ber drei Dinge, die mir geholfen haben, weniger Morgenangst zu haben, ruhiger in den Tag zu starten - und vor allem: mir selbst wieder n&#228;her zu sein.</p><p>Hier geht&#8217;s zur Folge <em><a href="https://annamillerjournalist.substack.com/p/3-dinge-die-deinen-morgen-wirklich">3 Dinge, die deinen Morgen wirklich ver&#228;ndern</a> </em>direkt in Substack.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://annamillerjournalist.substack.com/p/3-dinge-die-deinen-morgen-wirklich&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Podcast-Folge anh&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://annamillerjournalist.substack.com/p/3-dinge-die-deinen-morgen-wirklich"><span>Podcast-Folge anh&#246;ren</span></a></p><p>Oder h&#246;r&#8217; dir die Folge direkt auf <a href="https://open.spotify.com/episode/2pmp17aR55djT0eNV7B5Wj">Spotify </a>und <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/3-dinge-die-deinen-morgen-wirklich-ver%C3%A4ndern/id1805838471?i=1000725042955">Apple Podcasts</a> an.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://open.spotify.com/episode/2pmp17aR55djT0eNV7B5Wj&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Folge in Spotify h&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://open.spotify.com/episode/2pmp17aR55djT0eNV7B5Wj"><span>Folge in Spotify h&#246;ren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://podcasts.apple.com/us/podcast/3-dinge-die-deinen-morgen-wirklich-ver%C3%A4ndern/id1805838471?i=1000725042955&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Folge in Apple Podcast h&#246;ren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/3-dinge-die-deinen-morgen-wirklich-ver%C3%A4ndern/id1805838471?i=1000725042955"><span>Folge in Apple Podcast h&#246;ren</span></a></p><div><hr></div><p>Denn: Ein solcher Morgen steht dir zu. Und er kann der Beginn einer Antwort sein - auf eine Leistungskultur, die uns kaputt macht. In welcher ein Morgen nur ein gelungener Morgen ist, wenn er produktiv ist. Wenn er zu deinem Lifestyle passt. Wenn er aus Skincare und Meditation besteht, aus Disziplin und Selbstaufopferung, aus fr&#252;her aufstehen, um noch mehr zu schaffen.</p><p>Ich setze mich in letzter Zeit immer &#246;fter mit Fragen auseinander wie: Was und wer bin ich, wenn ich einfach aufh&#246;re, f&#252;r andere zu leisten? Was heisst weniger, aber besser? Was heisst langsamer, und daf&#252;r sch&#246;ner? Wann ist genug gut genug? Und wie k&#246;nnen wir in einer immer schnelleren, lauteren, getriebeneren Welt pr&#228;senter, wacher, ruhiger, fokussierter, offener, verletzlicher und erf&#252;llter leben? Es scheint ein solcher Gegensatz zu sein. Es scheint manchmal so falsch.</p><p>Still zu sein, obwohl die Welt so an einem zerrt.</p><p>Nichts zu wollen, obwohl die Welt doch alles von einem verlangt.</p><p>Langsam zu arbeiten, obwohl doch alles auf Effizienz ausgerichtet ist.</p><p>Wenig zu tun, obwohl doch alles im &#220;berfluss gleichzeitig m&#246;glich scheint.</p><p>Ich glaube, genau darin liegt die neue Revolution der Verbundenheit. Zu uns selbst, anderen, der Welt: Darin, dass wir sagen: Ich h&#246;re auf. Ich lasse los. Ich w&#228;hle weniger. Ich sp&#252;re mich wieder. Ich erobere zur&#252;ck. Meinen Raum. Meinen Platz. Meine Zeit.</p><p>Es ist kein einfacher Weg. Doch du kannst ihn gehen, wenn du willst. Und: Du bist nicht alleine damit. Du kannst ihn mit uns gehen, mit mir und anderen aus der Community von Project Happy.</p><p>Dieser Weg f&#228;ngt mit vielen, kleinen Schritten an. Manchmal bereits in diesem Augenblick deines ersten Atemzugs am Morgen, wenn du in diese Welt zur&#252;ckkehrst, aus deinem Schlaf.</p><p>Und sagst: Hallo, Welt. Warte kurz. Ich bin gleich bei dir. Aber zuerst: bin ich bei mir.</p><p>xoxo, Lieblingsmensch. </p><p>Sch&#246;n, sind wir gemeinsam hier.</p><p>Anna</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/uber-morgenangst-leistungskultur?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/uber-morgenangst-leistungskultur?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><div><hr></div><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="https://www.anna-miller.ch/verbunden-kurs">Kurs Verbunden</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Echt Jetzt: Warum ich mein Gesicht nackt in die Welt trage]]></title><description><![CDATA[&#220;ber Feminismus, Gruppendruck, Selbstliebe und eine Industrie, der ich meine Zeit nicht mehr schenken will. Ein Echt-Jetzt-Essay.]]></description><link>https://projecthappy.anna-miller.ch/p/echt-jetzt-warum-ich-mein-gesicht</link><guid isPermaLink="false">https://projecthappy.anna-miller.ch/p/echt-jetzt-warum-ich-mein-gesicht</guid><dc:creator><![CDATA[Anna Miller]]></dc:creator><pubDate>Wed, 20 Aug 2025 08:22:22 GMT</pubDate><enclosure url="https://images.unsplash.com/photo-1560130055-e3306e04884b?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHw3Mnx8bWFrZSUyMHVwfGVufDB8fHx8MTc1NTY3MTI3OHww&amp;ixlib=rb-4.1.0&amp;q=80&amp;w=1080" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<div class="captioned-image-container"><figure><a class="image-link image2 is-viewable-img" target="_blank" href="https://images.unsplash.com/photo-1560130055-e3306e04884b?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHw3Mnx8bWFrZSUyMHVwfGVufDB8fHx8MTc1NTY3MTI3OHww&amp;ixlib=rb-4.1.0&amp;q=80&amp;w=1080" data-component-name="Image2ToDOM"><div class="image2-inset"><picture><source type="image/webp" srcset="https://images.unsplash.com/photo-1560130055-e3306e04884b?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHw3Mnx8bWFrZSUyMHVwfGVufDB8fHx8MTc1NTY3MTI3OHww&amp;ixlib=rb-4.1.0&amp;q=80&amp;w=1080 424w, https://images.unsplash.com/photo-1560130055-e3306e04884b?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHw3Mnx8bWFrZSUyMHVwfGVufDB8fHx8MTc1NTY3MTI3OHww&amp;ixlib=rb-4.1.0&amp;q=80&amp;w=1080 848w, https://images.unsplash.com/photo-1560130055-e3306e04884b?crop=entropy&amp;cs=tinysrgb&amp;fit=max&amp;fm=jpg&amp;ixid=M3wzMDAzMzh8MHwxfHNlYXJjaHw3Mnx8bWFrZSUyMHVwfGVufDB8fHx8MTc1NTY3MTI3OHww&amp;ixlib=rb-4.1.0&amp;q=80&amp;w=1080 1272w, 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fetchpriority="high"></picture><div class="image-link-expand"><div class="pencraft pc-display-flex pc-gap-8 pc-reset"><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container restack-image"><svg role="img" width="20" height="20" viewBox="0 0 20 20" fill="none" stroke-width="1.5" stroke="var(--color-fg-primary)" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"><g><title></title><path d="M2.53001 7.81595C3.49179 4.73911 6.43281 2.5 9.91173 2.5C13.1684 2.5 15.9537 4.46214 17.0852 7.23684L17.6179 8.67647M17.6179 8.67647L18.5002 4.26471M17.6179 8.67647L13.6473 6.91176M17.4995 12.1841C16.5378 15.2609 13.5967 17.5 10.1178 17.5C6.86118 17.5 4.07589 15.5379 2.94432 12.7632L2.41165 11.3235M2.41165 11.3235L1.5293 15.7353M2.41165 11.3235L6.38224 13.0882"></path></g></svg></button><button tabindex="0" type="button" class="pencraft pc-reset pencraft icon-container view-image"><svg xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" width="20" height="20" viewBox="0 0 24 24" fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" class="lucide lucide-maximize2 lucide-maximize-2"><polyline points="15 3 21 3 21 9"></polyline><polyline points="9 21 3 21 3 15"></polyline><line x1="21" x2="14" y1="3" y2="10"></line><line x1="3" x2="10" y1="21" y2="14"></line></svg></button></div></div></div></a><figcaption class="image-caption">Photo by <a href="https://unsplash.com/@igorrand">Igor Rand</a> on <a href="https://unsplash.com">Unsplash</a></figcaption></figure></div><p>Ich erinnere mich noch genau an diesen Tag vor fast 15 Jahren, ich war Mitte Zwanzig und mitten im Studium, und da stand ich, in einer Mittagspause auf der Frauentoilette neben dem Badezimmerspiegel und sah den beiden Kolleginnen aus meiner Klasse beim Schminken zu. </p><p>Ich sah ihnen dabei zu, wie sie ihre Wimpern neu tuschten, wie sie ihre Foundation auffrischten und ihren roten Lippenstift neu auftrugen, wie sie dabei nebeneinander standen und in den Spiegel schauten und &#252;ber dies und das sprachen. Wie sie sich verb&#252;ndeten, ihre Beziehung vertieften. Ich sah ihnen zu und ein Teil von mir beneidete sie daf&#252;r, dass so etwas im Grunde Basales wie das Schminken sie vereinte und ihnen, wie manchem das Rauchen, eine perfekte Plattform bot, um sich anzugleichen, um Beziehungspflege und Gesichtspflege zeitgleich zu betreiben.</p><p>Doch da war noch ein anderer Teil in mir, der sie ansah, befremdet. Der sie ansah und dachte: Das will ich nicht. Ich will nicht hier stehen und mein Gesicht anmalen, damit ich dazugeh&#246;re. Damit M&#228;nner mich attraktiver finden und Frauen gepflegter. Damit ich es besser aushalte, in die Welt hinaus zu gehen, weil ich einen Schutz &#252;ber mich gelegt habe, der f&#252;r mich im Grunde genommen bloss ein Schleier ist. Eine Maske. Maquillage &#8211; Maskerade.</p><p>Ich schminke mich so gut wie nie. Das tue ich so seit Jahrzehnten nicht mehr. Die wenigen Male, an die ich mich erinnere, sind davon gepr&#228;gt, mich in einem sozialen Kontext visuell bedeutsamer und festlicher, sinnlicher und sexier, sch&#246;ner und erhabener zu machen. Der Auftritt im Fernsehen. Die Weihnachtsfeier. Die Clubnacht. Das erste, zweite, dritte Date. Dann habe ich zur Wimperntusche gegriffen, zum Kajal, zum roten Lippenstift.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/p/echt-jetzt-warum-ich-mein-gesicht?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/p/echt-jetzt-warum-ich-mein-gesicht?utm_source=substack&utm_medium=email&utm_content=share&action=share"><span>Teilen</span></a></p><p>Bis vor ein paar Monaten habe ich auch immer ein, zwei Utensilien mit mir herumgetragen, wenn ich in den Urlaub fuhr. Nur f&#252;r den Fall der F&#228;lle. Falls der Moment es verlangt. Doch nicht einmal das tue ich im Moment mehr. Ich habe mich vor ein paar Monaten entschieden, dass mein ungeschminktes Gesicht in allen F&#228;llen, auch bei Auftritten, auch bei Dates, auch bei Feiern, mein neues Normal ist, und dass ich nichts brauche, um das zu &#228;ndern.</p><p></p><blockquote><p><strong>Ich kann mich an keinen Augenblick in meiner Jugend erinnern, in welchem es nicht direkt oder indirekt darum ging, wie ich aussah, wie mein K&#246;rper war &#8211; schlank genug, enthaart genug, sind meine Haare am Kopf gl&#228;nzend genug, bin ich h&#252;bsch genug f&#252;r die M&#228;nner, f&#252;r die anderen, f&#252;r die Welt?</strong></p></blockquote><p></p><p>Das mag auf den ersten Blick l&#228;cherlich wirken &#8211; warum schreibt eine Frau eine ganze Seite voll damit, dass sie sich nicht oder nicht mehr schminkt? Lass es doch einfach bleiben und gut ist. </p><p><strong>Doch das Schminken ist mehr als eine individuelle Entscheidung. </strong></p><p><strong>Es ist ein sozialer Code. </strong></p><p>Ich kann mich an keinen Augenblick in meiner Jugend erinnern, in welchem es nicht direkt oder indirekt darum ging, wie ich aussah, wie mein K&#246;rper war &#8211; schlank genug, enthaart genug, sind meine Haare am Kopf gl&#228;nzend genug, bin ich h&#252;bsch genug f&#252;r die M&#228;nner, f&#252;r die anderen, f&#252;r die Welt?</p><p>Das Schminken geh&#246;rte zum Frauwerden dazu wie das Erlernen einer Sprache: Wir gaben einander Tipps, und wenn man die Frau neben sich nach der Wimperntusche fragte, im Badezimmer eines Clubs, dann musste man einander gar nicht kennen &#8211; man verb&#252;ndete sich dennoch &#252;ber dieses kleine Ding schwesterlich, als teilte man instinktiv eine ganze Welt des Frauseins miteinander. Im Schminken selbst liegt viel Macht &#8211; wir k&#246;nnen uns sch&#246;ner machen, die Fehler kaschieren, die Vorz&#252;ge hervorheben.</p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Jetzt abonnieren&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://projecthappy.anna-miller.ch/subscribe?"><span>Jetzt abonnieren</span></a></p><p>Es hat mich immer wieder erstaunt, wie sehr sich der Blick der anderen, vor allem der M&#228;nner, &#228;nderte, wenn ich meine Lippen rot nachzog und in ein Tram stieg &#8211; pl&#246;tzlich waren da Blicke, in denen ich Sehnsucht sp&#252;rte, pl&#246;tzlich war ich auf eine seltsame Art und Weise begehrt und auch irgendwie &#252;berlegen. Ich hatte mich ja noch sch&#246;ner gemacht, das Makeup erweckte den Anschein, als sei ich von Natur aus wundersch&#246;n und makellos. Und nat&#252;rlich wissen wir alle, dass geschminkte Gesichter keine sind, die am Morgen gleich aussehen, und doch ist es ein bisschen wie mit Social Media: Wir wissen es in den K&#246;pfen, aber wenn wir das Gesicht sehen, denken wir trotzdem sofort: Wow, wie sch&#246;n du bist. So viel sch&#246;ner als ich.</p><p>Perfekt geschminkte Gesichter sind noch immer die Norm &#8211; im Film, im Fernsehen, auf Instagram. Wenn Stars ungeschminkt &#252;ber einen roten Teppich schreiten wie beispielsweise Pamela Anderson, dann macht das noch immer weltweit Schlagzeilen. Das nackte Gesicht ist fast so provokant und revolution&#228;r wie der nackte K&#246;rper im &#246;ffentlichen Raum. Vielleicht noch radikaler. Weil das nackte Gesicht auch die Botschaft sendet: Ich verweigere mich. Ich verweigere mich der Idee, wie eine Frau auszusehen hat. Ich verweigere mich der Idee, sexualisiert oder &#228;sthetisiert zu werden. Ich verweigere mich der Idee, mich jeden Tag &#252;ber Minuten und Stunden vor einen Spiegel zu stellen und mich zu optimieren, damit die Welt da draussen automatisch denkt, dass ich mehr wert bin, weil ich h&#252;bscher bin.</p><p></p><blockquote><p><strong>Eine Milliardenindustrie lebt davon, dass Frauen sich ungen&#252;gend f&#252;hlen. Kosmetikunternehmen bauen ihre Ums&#228;tze auf dem permanenten Zweifel auf. Jeder neue Lippenstift, jede neue Hautcreme sagt uns aufs Neue: Du bist noch nicht ganz fertig.</strong></p></blockquote><p></p><p>Und doch ist diese Entscheidung nicht immer leicht. Auch f&#252;r mich nicht. Denn sie bedeutet, mich zuzumuten. Mich sichtbar zu machen &#8211; nicht mit dem, was ich betone, sondern mit dem, was ich nicht mehr verberge. Und manchmal kommt dennoch dieser Moment, in dem ich unsicher werde. In dem ich das Bed&#252;rfnis habe, mich &#8222;sch&#246;n zu machen&#8220;. In dem ich merke, wie tief dieses Bed&#252;rfnis sitzt, gesehen zu werden &#8211; und zwar durch einen Filter, der mich vermeintlich wertvoller macht. Ich frage mich dann: Will ich jetzt wirklich mich ausdr&#252;cken &#8211; oder will ich einfach wieder gefallen?</p><p>Viele Frauen, auch trans Frauen, erleben Make-up als Form der Selbsterm&#228;chtigung, des kreativen Ausdrucks, als Spiel mit Identit&#228;t &#8211; und ich sehe das. Ich nehme das ernst. Mein Weg ist nur ein m&#246;glicher. Aber er stellt eben auch die Frage: Wie frei sind unsere Entscheidungen wirklich?</p><p>Eine Milliardenindustrie lebt davon, dass Frauen sich ungen&#252;gend f&#252;hlen. Kosmetikunternehmen bauen ihre Ums&#228;tze auf dem permanenten Zweifel auf. Jeder neue Lippenstift, jede neue Hautcreme sagt uns aufs Neue: Du bist noch nicht ganz fertig. Beauty ist kein Ausdruck von Individualit&#228;t &#8211; es ist Teil eines kapitalistischen Imperativs. M&#228;nner treten oft &#8222;pur&#8220; auf. Frauen sind Verpackung. Und diese Verpackung kostet: Laut Studien geben Frauen in der Schweiz im Schnitt rund <strong>220 Franken pro Monat</strong> f&#252;r Kosmetik, Pflege und Sch&#246;nheit aus &#8211; hochgerechnet auf 50 Jahre sind das &#252;ber <strong>130'000 Franken.</strong> In dieser Zeit stehen sie <strong>&#252;ber zwei Jahre</strong> ihres Lebens vor dem Spiegel. Zwei Jahre, die wir anders h&#228;tten leben k&#246;nnen.</p><p></p><blockquote><p><strong>Sieh mich an, und ertrage, was du siehst. Das ist die Realit&#228;t. Sie ist nicht ver&#228;ndert, sie ist nicht gesch&#246;nt. Und du hast mich auszuhalten, in meiner Nat&#252;rlichkeit. Und nicht nur das. Du hast auszuhalten, dass ich meine Zeit anderweitig nutze. Dass ich nachdenke, dass ich ausruhe, dass ich arbeite, dass ich mich frei bewege. </strong></p></blockquote><p></p><p>Ich schminke mich nicht, weil ich der Meinung bin, dass das, was ich bin, ausreicht. Dass mein Gesicht sch&#246;n genug ist. Nat&#252;rlich habe ich Gl&#252;ck, habe das Privileg einer gesunden Haut, habe keine Narben, keine sichtbaren Makel. Und doch sagt es viel &#252;ber eine Gesellschaft aus, die so etwas verdecken muss. Die fast jeder Frau &#8211; egal, wie sch&#246;n sie von Natur aus ist &#8211; eintrichtert, dass es so nicht reicht.</p><p>Indem ich mich nicht schminke, trage ich meine Realit&#228;t in die &#214;ffentlichkeit. F&#252;r mich ist das auch ein Ausdruck von: Sieh mich an, und ertrage, was du siehst. Das ist die Realit&#228;t. Sie ist nicht ver&#228;ndert, sie ist nicht gesch&#246;nt. Und du hast mich auszuhalten, in meiner Nat&#252;rlichkeit. Und nicht nur das. Du hast auszuhalten, dass ich meine Zeit anderweitig nutze. Dass ich nachdenke, dass ich ausruhe, dass ich arbeite, dass ich mich frei bewege. Dass ich innerhalb weniger Minuten aus dem Haus kann. Dass ich weniger Geld f&#252;r meine vermeintliche Sch&#246;nheit ausgebe und viele, viele Stunden spare, die ich f&#252;r ein Leben, mein Leben einsetzen kann.</p><p>Mein nacktes Gesicht ist nicht bloss Faulheit und Zeitersparnis. Es ist ein politisches Statement daf&#252;r, dass mein Gesicht, meine Zeit, mein Geld, mein Aussehen mir geh&#246;ren. Vielleicht geht es am Ende nicht nur um Wimperntusche. Es geht um die stille Revolution, die darin liegt, wenn Frauen beginnen, sich selbst zu gen&#252;gen. Es geht um die Frage, wem wir geh&#246;ren: dem Blick der anderen &#8211; oder uns selbst.</p><div><hr></div><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://annamillerjournalist.substack.com/subscribe?coupon=8f6f7899&amp;utm_content=171440776&quot;,&quot;text&quot;:&quot;20% off for 1 year erhalten&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://annamillerjournalist.substack.com/subscribe?coupon=8f6f7899&amp;utm_content=171440776"><span>20% off for 1 year erhalten</span></a></p><p class="button-wrapper" data-attrs="{&quot;url&quot;:&quot;https://annamillerjournalist.substack.com/?utm_source=substack&amp;utm_medium=email&amp;utm_content=share&amp;action=share&quot;,&quot;text&quot;:&quot;Project Happy teilen&quot;,&quot;action&quot;:null,&quot;class&quot;:null}" data-component-name="ButtonCreateButton"><a class="button primary" href="https://annamillerjournalist.substack.com/?utm_source=substack&amp;utm_medium=email&amp;utm_content=share&amp;action=share"><span>Project Happy teilen</span></a></p><div><hr></div><p>&#8212;</p><p><strong>Tiefer gehen:</strong> <a href="https://www.anna-miller.ch/verbunden-kurs">Kurs Verbunden</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Schulen</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/text-und-buch">Buch</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/podcast">Podcast</a> &#183; <a href="https://www.anna-miller.ch/corporate-und-speaking">F&#252;r Unternehmen</a></p><p><a href="http://www.anna-miller.ch/">anna-miller.ch</a></p><p>&#8212;</p>]]></content:encoded></item></channel></rss>